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Schädlingszuflug ist größtenteils eine lokale Angelegenheit. Wo einerseits örtlich mehrere Insektizidmaßnahmen notwendig sind, erntet man anderswo darüber nur Kopfschütteln. Über alle Kulturen hinweg hat sich die letzten Jahre die Wirkstoffverarmung bei den Insektiziden bemerkbar gemacht.

Stimmen Düngungsmaßnahme und Pflanzenschutzanwendung terminlich gut überein, lassen sich – sofern eine Kombination möglich und angeraten ist – auf diese Weise Arbeitsgänge und Durchfahrten einsparen. Teilweise verbessert sich auch die Wirksamkeit einiger Pflanzenschutzmittel.

Die letzte Novellierung der Düngeverordnung führt im Kartoffelanbau nicht zu wesentlichen Einschränkungen. Die Kartoffel ist in Bezug auf den Stickstoffbedarf nicht die anspruchsvollste Kultur; ihr Stickstoffbedarf ist nicht besonders hoch. Zudem sorgt die intensive Bodenbearbeitung zur Aussaat für eine gute Stickstoffmobilisierung.

Den Beständen der Landwirtschaftlichen Anwendungsforschung in Cunnersdorf sind die Witterungsturbulenzen der letzten Wochen nicht anzusehen: Sowohl Wintergetreide als auch Winterraps sind gut entwickelt und vital. Dabei hatten es die letzten 12 Wochen in sich.

Standort und Witterung haben einen großen Einfluss auf den Ertrag der Rüben. Lösslehmregionen sind für hohe Erträge wie geschaffen. Alle Bodenbearbeitungsmaßnahmen sollen dem Rübenkörper ein ungestörtes Wachstum auch in tiefere Bodenschichten ermöglichen.

Stickstoffversorgung von Mais in einer Gabe sichern

Mais ist besser als sein Ruf, auch in puncto Stickstoff- und Wasserausnutzung. Unter durchschnittlichen Wachstumsbedingungen ist besonders die Nährstoff- und auch Stickstoffbereitstellung in der Jugendentwicklung ganz entscheidend für die weitere Entwicklung und die Ertragsbildung.

Düngung im Grünland – Fitte Bestände in Trockenjahren

Vielfältige ertragslimitierende Einflüsse, zuletzt Trockenheit, Mäuseplagen und starker Wiesenschnaken-Befall, machen die effiziente Grünlandbewirtschaftung nicht selten zu einer Herausforderung. In Trockenperioden leiden Bestände und Stickstoffeffizienz gleichermaßen, da kalkulierte Aufwüchse nicht zustande kommen.

Die Stickstoff-Düngung hatte in den letzten Jahren bekanntermaßen mit Witterungsextremen zu kämpfen. In konventionellen Düngungssystemen sind die Anpassungen an zu viel Trockenheit oder Nässe äußerst begrenzt. Mit stabilisierten Düngern mit Nitrifikationsinhibitoren, einschließlich PIADIN® zu organischen Düngern, kann sich der Anwender dagegen von vornherein sehr gut auf schwierige Witterungsverhältnisse einstellen.

Der Stickstoffbedarf von Sommergetreide ist vergleichsweise gering. Hinzu kommt, dass das Wurzelsystem im Vergleich zu Wintergetreide weniger stark ausgebildet ist. Das kann bei häufig auftretender Frühjahrstrockenheit zu Problemen bei der Stickstoffaufnahme einer 2. Gabe führen.

Mit dem Ende der Sperrfrist am 1. Februar 2021 dürfen in den meisten Regionen wieder Gülle und Gärrest ausgebracht werden. Bevor es raus auf den Acker geht, sollte man sich erkundigen, welche Regeln nun bei der Düngung zu beachten sind. Wir möchten Ihnen ein paar grundlegende Regeln mit an die Hand geben und zeigen, welche Möglichkeiten es gibt, die Stickstoffeffizienz bei der organischen Düngung zu steigern.

Stickstoff und Schwefel – Win-win-Situation bei der Düngung

Sulfat und Nitrat besitzen ein annähernd gleiches Verlustrisiko. Als Anionen werden sie von den Bodenteilchen nicht festgehalten und können deshalb bei starken Niederschlägen mit dem Sickerwasser aus der Ackerkrume ausgetragen werden. Eine solche Situation könnte in diesem Frühjahr mit beginnender Schneeschmelze eintreten.

Mit Flüssigdüngern randgenau Nährstoffe applizieren

Da, wo es auf Genauigkeit ankommt, können Flüssigdünger ihre Stärken ausspielen. Mit Flüssigdüngern lassen sich die Abstandsauflagen der Düngeverordnung einfacher einhalten. Die sehr exakte Düngerausbringung garantiert die Applikation der vollen Düngermenge und damit auch maximale Erträge bis an die Schlaggrenzen. Grund dafür ist die gleichmäßige Querverteilung des Stickstoffs mit einem geringen Variationskoeffizienten, vergleichbar mit der Applikation von Pflanzenschutzmitteln.

Düngeempfehlung Getreide 2021

Zunehmende Wetterextreme können bei massiven und anhaltenden Niederschlägen die Düngung und Nährstoffversorgung der Bestände gefährden. In solchen Jahren sind die raren Momente guter Befahrbarkeit zu nutzen und der applizierte Dünger muss vor Verlagerung und Auswaschung geschützt werden. Vielleicht entwickelt sich 2021 zu so einem verregneten Jahr. Die aktuelle Situation spricht zumindest für einen sehr nassen und somit verspäteten Start in die Düngesaison.

Durch den Nitrifikationsinhibitor liegt der Stickstoff nach der Düngung über einen längeren Zeitraum überwiegend als Ammoniumstickstoff im Boden vor. Dieser Ammoniumstickstoff hat den großen Vorteil, dass dieser kaum ausgewaschen, sondern an Tonmineralien gebunden wird. Doch beide Inhibitoren setzen an verschiedenen Stellen im System an und folgen jedoch einem unterschiedlichen Wirkprinzip.

Düngeempfehlung Winterraps 2021

Ausgangssituation: Der Raps ist im Herbst 2020 gut aufgelaufen und hat sich bis zur Vegetationsruhe positiv entwickelt. Meist wurden vor dem Winter 10 bis 12 Blätter gebildet. Die Witterung im bisherigen Verlauf des Winters hat in der Regel nicht zu wesentlichen Blattverlusten geführt.