Fachberater Nordrhein-Westfalen

Martin Meyer-Uphaus
Nordrhein-Westfalen

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Aktuelles vom Feld

Die Düngesaison hat in nahezu allen Regionen im Laufe der vergangenen Woche Fahrt aufgenommen. Auf den leichteren, gut befahrbaren Böden ist die organische Düngung mit Gülle und Gärresten im vollen Gange. Die übrigen Landwirte werden versuchen in den kommenden Tagen nachzuziehen, um den angekündigten Niederschlägen zuvor zu kommen. Vor allem auf den spät befahrbaren und noch nassen Standorten wird aktuell versucht mit mineralischen Düngern eine zügige Andüngung vor allem der schwächeren Bestände sicherzustellen. 

Raps-Bestandesentwicklung im Auge behalten

Sämtliche Winterkulturen sind gut entwickelt in den Winter gegangen. Nur einige Spätsaaten, vor allem beim Weizen, waren recht schwach entwickelt. 

Zum Ende des Winters zeigen sich durchaus große Unterschiede. Gebietsweise haben wir z.B. einen sehr stark entwickelten Raps, der die eisigen Temperaturen bis -20°C unter der dicken Schneedecke problemlos überstanden hat. In anderen Regionen hat der Raps durch die kalten Temperaturen ohne schützenden Schnee sämtliche Blätter verloren. Vor allem diese sehr stark ausgewinterten Bestände müssen nun möglichst zügig mit Stickstoff und Schwefel hoch angedüngt werden, um eine schnelle Blattbildung zu fördern und einen Totalausfall zu verhindern.

Wintergetreide mit Augenmaß düngen

Die Höhe der mineralische Andüngung von Wintergetreide ist von verschiedenen Faktoren abhängig. Dazu zählt nicht zuletzt natürlich auch die Höhe des vor allem in den oberen Bodenschichten noch vorhandenen Nmin und die Entscheidung, ob die Bestockung des Bestandes noch gefördert- oder eher gebremst werden soll. Kalte, schwere Böden müssen tendenziell etwas höher angedüngt werden. Denn sie erwärmen sich langsamer und sie versorgen somit auch erst später die Pflanzen mit vorhandenen Nährstoffen. Auch die Versorgung mit Schwefel ist entscheidend für eine optimale Stickstoffaufnahme.

Stabilisierte Dünger, wie ALZON® neo-N bieten sich an, wenn die Bestände bedarfsgerecht, aber mit größeren Mengen Stickstoff angedüngt werden sollen. Dies entlastet einmal die Arbeitsspitzen, sorgt aber auch dafür, dass wir genügend Ammonium im Boden platzieren, von dem sich die Pflanzen bei Bedarf bedienen können.

Wichtig:

  • Vor Beginn der Düngemaßnahmen unbedingt eine Düngebedarfsermittlung erstellen!
  • Die höhere Mindestanrechenbarkeit von Gülle nach der DüVO beachten! 

Bei Fragen zu stabilisierter Düngung, neuen Düngestrategien für Ihren Betrieb oder allgemeinen Fragen zum Pflanzenbau lade ich Sie gerne zu unseren Vegetationschecks (www.duengerevents.de) oder zu einem persönlichen Beratungsgespräch ein.