Fachberater Nordrhein-Westfalen

Martin Meyer-Uphaus
Nordrhein-Westfalen

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Aktuelles vom Acker

Die Silomaisernte befindet sich aktuell im Endspurt. Gleichzeitig haben auch schon einige Landwirte mit der Ernte von CCM und Körnermais begonnen. Die Silomaisernte sollte jetzt schnell zum Abschluss kommen, da es schon die ersten Nachtfröste gab. Ab einer Temperatur von unter minus einem Grad Celsius sterben die gefrorenen Pflanzenzellen ab. Beim Auftauen geben diese Zellen dann den Zellsaft ab. Sie werden trocken und sind nur noch sehr schwer im Silo zu verdichten. Außerdem erschwert der fehlende Zucker im Pflanzensaft den Silierungsprozess.  

Es sollte vor einer eiligen Entscheidung, aber auch der Bestand in der Fläche begutachtet werden. Die äußeren Pflanzenreihen sind für Frostschäden natürlich anfälliger, da die Pflanzen in der Fläche sich gegenseitig schützen können. Für den Fall, dass es doch einen erheblichen Frostschaden gab, sollte schnell geerntet und auch über die Zugabe eines Siliermittels nachgedacht werden, um noch eine stabile Silage sicherzustellen.

Die Erträge für Silo- und Körnermais sind flächendeckend gut und die hohen Körnermaispreise kompensieren zumindest einen Teil der stark gestiegenen Trocknungskosten.

Was steht noch an?

Die Aussaat von Raps ist soweit abgeschlossen und einige frühe Bestände sind schon sehr weit entwickelt. Hier sollte eine nötige Einkürzungsmaßnahme im Auge behalten werden, um einem zu hohen Vegetationskegel und der damit einhergehenden Anfälligkeit für stärkere Frostperioden vorzubeugen.

Die frühen Wintergerstenbestände haben bereits mehrere Blätter gebildet. Die bisher warme Witterung hat dafür gesorgt, dass dort auch schon einige Populationen von Blattläusen zu finden sind. Um einer Übertragung und Verbreitung des Gelbverzwergungsvirus in der Wintergerste vorzubeugen, sollen Insektizide unter Berücksichtigung der Schadschwellen eingesetzt werden. Diese liegen bei Frühsaaten bei zehn Prozent und bei Spätsaaten bei 20 Prozent befallener Pflanzen.

Bei Kontakt-Insektiziden ist auf eine ausreichende Menge an Wasser zu achten, da sich die Blattläuse oftmals an der Unterseite oder in den noch zusammen gerollten Blättern aufhalten. Hier ist eine gute Benetzung für eine erfolgreiche Bekämpfung elementar wichtig.

Die aktuell meistens noch gut vorhandene Bodenfeuchte sollte auch für notwendige Herbizidmaßnahmen genutzt werden. Die warmen Tage fördern natürlich nicht nur das Wachstum der Gerste, sondern auch die Unkräuter gedeihen prächtig.