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Viele Wolken ohne Regen

In der letzten Zeit war die Witterung mild und bedeckt, die Wolken brachten tageweise aber leider nur wenige Tropfen. Die Ernte wurde auf diese Weise behindert aber Entspannung stellte sich nicht ein. Alle Druschkulturen sind reif, es wird nicht nur Roggen und Weizen gedroschen, auch Öllein und Leguminosen verlassen zum Teil die Felder der Mark. Die Druschergebnisse reichen von durchschnittlich bis tief enttäuschend. Jeder Millimeter Regen in der Vegetationszeit hatte seinen Wert, Regen ist kaum mit Gold aufzuwiegen. Zum Überfluss weht der Wind stetig bis steif, vor allem vor Gewittern erreichen die Geschwindigkeiten der Böen baumumwerfende Spitzen, das ist für den reifen Raps nicht ungefährlich.

Die Sommerungen leiden unter der Trockenheit, Mais und Sonnenblumen blenden zum Teil. In Sonnenblumen kam es auf Teilflächen zu starken Depressionen (im Mais auch, man sieht sie nur nicht so deutlich). In Sonnenblumen und Mais sind teilweise erhebliche Pflanzenausfälle auffällig, verursacht durch Frost oder Auflaufproblemen in der trockenen Aussaatphase. Die Köpfe der Sonnenblumen sind klein, wenn auch schön anzusehen.

Die Kolbenbildung im Mais ist trotz der milden Witterung unsicher. Die Kolben haben sehr lange Narbenfäden und diese sind oft noch nicht von der Kornanlage gelöst. Das spricht im Moment für unvollständig gefüllte Kolben. Der Ertrag wird daher aller Wahrscheinlichkeit nach nicht mehr als Durchschnitt bei minderen Qualitäten.

Die Prognosen zeigen Temperaturen über 30 °C und wolkenlosen Himmel. Es bleibt anzuraten die Mähdruscharbeiten mit Wasserwagen und Scheibenegge abzusichern. Die Wälder sind verheerend trocken, teilweise sterben einst gesunde Bäume ab, weil das Wasser nicht ausreicht. Auch hier sollte an Vorsorge gedacht werden, besonders Waldränder müssen vor Stoppelbrand durch Feuerschutzstreifen bewahrt werden. Mindestens 10 Meter breite Streifen sollten zügig nach Beräumen des Vorgewendes schwarz gemacht werden.

Auch im Herbst bieten Nitrifikationshemmer gute Einsatzmöglichkeiten. Ist eine frühe Aussaat von Gerste oder Winterraps geplant, so können sie das Überwachsen zielsicher verhindern. Zu stark entwickelte Pflanzen machen im Herbst Probleme bei der Bestandesführung, zu üppige Bestände sind nicht ausreichend winterhart. Der Einsatz von Nitrifikationshemmern verzögert die Umwandlung von Ammonium (in Gülle enthaltender mineralischer Stickstoffanteil) zu Nitrat. Die Umwandlung passiert im Spätsommer und Herbst besonders schnell, weil die Böden warm und mäßig feucht sind. Durch die moderate Wassermenge im Oberboden (hier ist auch die Gülle) entsteht eine sehr hohe N-Konzentration in der Bodenlösung, diese lässt die Bestände überwachsen.

Gut und zeitig etablierte Zwischenfrüchte nach Stoppelbruch können Stickstoff binden und Verluste dadurch sehr gut verhindern. Die richtige Artenauswahl (kruziferenfrei in Raps und ZR Folgen) und vor allem die Nutzung von Z-Saatgut sind die wichtigsten Kriterien, welche zwingend eingehalten werden müssen. Handelssaatgut bringt keine ausreichende Reinheit und völlig fremde, invasive Arten können die Folge auf dem Acker sein. Wir Brandenburger Bauern haben ausreichend Probleme. Vermeiden wir weitere!

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Bertram Kühne

BERLIN, BRANDENBURG

Mobil: +49 (0) 151 19568103
E-Mail: bertram.kuehne@skwp.de

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