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Kartoffel

Zahlen und Fakten

  • Historie: Die Kartoffel gelangte im 16. Jahrhundert aus Südamerika nach Europa und wird dort seit dem 18. Jahrhundert als Nahrungsmittel angebaut
  • Anbaufläche in Deutschland 2018: 250.000 Hektar
  • Flächenanteil an gesamter Ackerfläche: 2,4 Prozent
  • Erträge Durchschnitt 2017: 467,9 dt/ha
  • Verwendung: Nahrungsmittel, Futtermittel, nachwachsender Rohstoff

Allgemeines und kulturspezifische Besonderheiten 

Der Kartoffelanbau ist nur etwas für Profis - bei dieser Kultur muss der Landwirt mit sehr viel Fachwissen, Fingerspitzengefühl, Ortskenntnis und Erfahrung vorgehen.

Das gilt auch für die Stickstoffdüngung. Denn anders als bei Getreide, Mais oder Raps, die Fehler bei der Stickstoffdüngung verzeihen, ist der Grad zwischen Erfolg und Misserfolg bei der Kartoffel recht schmal. Grundsätzlich gilt, dass Kartoffeln die Stickstoffaufnahme bis zur Blüte weitestgehend abgeschlossen haben. Der Grund dafür ist einfach: Stickstoff ist nicht nur Bestandteil zahlreicher Enzyme und Proteinstrukturen, sondern auch des Chlorophylls. Chlorophyll ist essentiell für die Photosynthese und somit für die Zucker- und Stärkebildung. Das bedeutet, dass eine ausreichende Stickstoffversorgung zu allen Zeiten der Blattbildung Voraussetzung für die Bildung von Stärke und somit auch für die Ausbildung von Knollen ist. Aus diesem Grunde sollte den Pflanzen sehr früh Stickstoff zur Verfügung stehen. Es empfiehlt sich eine Ausbringung direkt vor oder kurz nach der Pflanzung. Andererseits führt eine zu hohe Stickstoffaufnahme während der Jugendentwicklung zu einer zu starken Förderung des Blattapparates, was sich wiederum negativ auf den Knollenansatz auswirkt. Eine zu hohe Stickstoffaufnahme während der Knollenfüllung geht indes mit einer verzögerten Abreife und einer verminderten Assimilatverlagerung in die Knolle einher. Das wirkt sich negativ auf Qualität, Geschmack, Lagerfähigkeit und Verarbeitbarkeit aus.

 

P, Mg und K im Auge behalten, sonst nützt die beste Stickstoffdüngung nichts

Selbst die beste Stickstoffdüngung führt nicht zum Erfolg, wenn nicht auch die übrigen Nährstoffe im Optimum sind. Dies betrifft bei der Kartoffel in besonderem Maße Magnesium, Phosphor und Kalium.

Magnesium ist Aktivator zahlreicher Enzyme und Zentralatom des Chlorophylls. Bei einer Unterversorgung mit Magnesium kann der photosynthetische Apparat nicht aufgebaut werden. Die CO2-Assimilation und die Stärkebildung sinkt, selbst wenn die Stickstoffversorgung im Optimum ist. Magnesium ist auch am Transport von Energie vom Blatt (Source) zur Knolle (Sink) beteiligt, weshalb die Magnesiumversorgung für die Knollenbildung essentiell ist.

Phosphor ist u.a. für die Energieübertragung in der Pflanze verantwortlich, sodass ein Defizit in der Konsequenz auch zu einer verminderten Kohlendioxid-Fixierung führt.

Kalium kann die Reaktionsgeschwindigkeit zahlreicher Enzyme beeinflussen und ist daneben sehr mobil in der Pflanze. Es agiert in der Rinde als Gegenspieler zu organischen Molekülen wie Zuckern und Säuren und ist auf diese Weise auch am Assimilattransport zur Knolle beteiligt. Unter Kaliummangel kommt es zum Assimilatstau und zu Anreicherung von Stärke in den Blättern.

 

Empfehlungen zur Stickstoffdüngung

Ob unstabilisiert oder stabilisiert, die Stickstoffdüngung hat bei Kartoffeln zeitig zu erfolgen.

Stickstoff stabilisiert:

Stabilisierte Stickstoffdüngemittel sollten vor dem Pflanzen oder zum Pflanzen in einer Gabe ausgebracht werden.  

Stickstoff traditionell:

Bei traditionellen Stickstoffdüngemitteln sollten zwei Drittel der gesamten Stickstoffmenge direkt zur Pflanzung ausgebracht werden, der Rest in der sehr frühen Jugendentwicklung.

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