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Mais

Zahlen und Fakten

  • Historie: Im 16. Jahrhundert von Südamerika nach Europa gebracht
  • Anbaufläche in Deutschland 2018: 2,6 Mio. Hektar
  • Flächenanteil an gesamter Ackerfläche: 25 Prozent
  • Erträge Durschnitt 2017: Körnermais incl. CCM 105,3 dt/ha; Silomais 474,6 dt/ha
  • Verwendung: Nahrungsmittel, Futtermittel, Nachwachsender Rohstoff

Allgemeines und kulturspezifische Besonderheiten 

Mais als sogenannte C4-Pflanze besitzt gegenüber den anderen Kulturen (C3) des gemäßigten Klimas einen anderen Mechanismus zur primären Kohlendioxid (CO2)-Fixierung. Die Spaltöffnungen müssen zur CO2-Aufnahme weniger weit geöffnet sein, was mit einem geringeren Wasserverbrauch verbunden ist. Mais benötigt daher für die Bildung von einem Kilogramm Biomasse unter vergleichbaren Umweltbedingungen deutlich weniger Wasser als C3-Pflanzen.

Mais ist eine wärmeliebende Kultur, die ihre maximale Wachstumsrate bei Temperaturen um die 25°C erreicht. Besonders nach dem Maislegen sind diese Temperaturen selten, sodass der Mais in der Jugendphase ein langsames Spross- und auch Wurzelwachstum hat. Wegen der kalten Böden in der Jugendentwicklung ist die mikrobielle Phosphormobilisierung gehemmt, was in Kombination mit der geringen Wurzelbildung oft zu Phosphormangel führt. Anders verhält es sich bei Winterungen wie Weizen oder Raps, welche bereits im Herbst ausreichend Zeit für die Durchwurzelung des Bodens haben. Eine Phosphor- oder Stickstoff-Phosphor--Unterfußdüngung führt daher regelmäßig zu einem beschleunigten Jugendwachstum und somit auch zu einer zügigeren Etablierung des Maises. Allerdings sollte man nicht den gesamten Phosphor als Unterfußdüngung applizieren, weil die Wurzeln dann zum Depot hinwachsen und den Rest des Bodens nur unzureichend erschließen. Das führt zu einer verringerten Stickstoffeffizienz.

Verglichen mit Weizen und auch bezogen auf den Biomasseaufwuchs hat Mais einen geringen Stickstoffbedarf und kann innerhalb der Fruchtfolge zu einer Entlastung der Bilanz beitragen. Insbesondere bei der Verwertung von Wirtschaftsdüngern ist Mais kaum zu schlagen, denn dieser ist wegen seiner langen Kulturdauer gegenüber Weizen, Gerste oder Raps zu einer weitaus besseren Stickstoffausnutzung aus organischen Düngemitteln fähig. So sieht beispielsweise die neue Düngeverordnung, unabhängig von der angebauten Kultur, im Jahr des Aufbringens eine Mindestwirksamkeit von 50 Prozent des Gesamt-Stickstoffs aus Rindergülle vor. Da circa 50 Prozent des Gesamt-Stickstoffs tatsächlich als löslicher, sofort pflanzenverfügbarer Ammoniumstickstoff vorliegt, ist diese Annahme zum Beispiel bei Frühjahrsapplikation in Raps oder Weizen durchaus richtig. Im Laufe des Sommers verhält es sich dann aber wie folgt: Wegen der steigenden Bodentemperaturen ab Mai und in den Folgemonaten nimmt die Stickstoffmineralisierung aus der organischen Substanz schnell zu, während die Stickstoffaufnahme von Getreide und Raps dann fast abgeschlossen ist. Anders verhält es sich bei Mais. Dieser weist wegen der langen Jugendentwicklung in den ersten Wochen einen sehr geringen Stickstoffbedarf auf, der zum Sommer hin deutlich zunimmt und bis September anhält. Daher fällt die Nachmineralisierung mit dem hohen Stickstoffbedarf des Maises zeitlich zusammen, sodass der Mais durchaus 70 bis 80 Prozent des ausgebrachten Stickstoffs nutzen kann. Daher eignet sich Mais besser als andere Getreidearten zur Ausnutzung von organischem Stickstoff.

 

Empfehlungen zur Stickstoffdüngung

Gülle und Gärreste werden meistens vor der Saat ausgebracht. Um eine Umwandlung des Ammoniumstickstoffs in Nitrat und eine anschließende Auswaschung zu verhindern, muss der Gülleveredler PIADIN® eingesetzt werden. Auf diese Weise kann sich der Mais langfristig von beiden Stickstoffformen Ammonium und Nitrat ernähren.  

Stickstoff stabilisiert:

Mit stabilisierten Düngemitteln kann der gesamte Stickstoffbedarf zur Aussaat oder kurz davor gedüngt werden.

Stickstoff traditionell:

Bei einer traditionellen Stickstoffdüngung ist eine Gabenteilung notwendig. Es können zwei Drittel zur Saat und ein Drittel im 6- bis 8-Blattstadium appliziert werden.

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