Fachberater Nördliches Bayern

Matthias Neuner
Nördliches Bayern

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Manganmangel

Aktuell fallen einige Sommergerstenbestände durch eine ungleichmäßige Färbung auf. Bei einem genaueren Blick in die Bestände sieht man, dass die Fahrspuren dunkler als die unbefahrenen Bereiche sind. Dieses Bild ist ein eindeutiger Hinweis auf einen Mangel des Spurennährstoffs Mangan.

Die Pflanzen nehmen es vor allem als Mn²+-Ionen aus der Bodenlösung auf. Ein Mangel äußert sich meist als Flecken- bis Streifenchlorose in der Mitte der jüngeren Blätter. Letztendlich führt der Mangel zu Mindererträgen.

Unter welchen Bedingungen tritt Manganmangel auf

Besonders bei locker liegenden Böden gerät der Spurennährstoff schnell in den Mangel. Aber auch ein hoher pH-Wert, der etwa durch eine überzogene Kalkung entstanden ist, kann Auslöser dafür sein. Meist findet dies im Zusammenspiel mit abnehmender Bodenfeuchte statt, was es aktuell der Fall ist.

Eine Blattdüngung kann helfen

Mn-Mangel lässt sich durch eine Blattdüngung gut beseitigen. Dafür sollten wasserlösliche Verbindungen wie Sulfate, Chelate und Nitrate verwendet werden. Wasserunlösliche Verbindungen wie Oxide, Hydroxide, Carbonate und Legierungen sollten als Bodendünger verwendet werden. Suspensionen haben eine unzureichende Sofortwirkung.