Fachberater Westliches Niedersachsen

Harm-Dirk Biebert
Westliches Niedersachsen

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Raps in der Marsch andüngen

In den wesentlichen Anbaugebieten für Raps wie der Elbmarsch und der Marsch entlang der Nordseeküste gelten in der Regel keine zusätzlichen Auflagen aus der Düngeverordnung, sodass es bei entsprechenden N-min-Werten möglich sein sollte zu düngen. Hat der Raps keine Herbstgülle erhalten, sollte eine Düngung in Höhe von 30-40 kg N/ha mit konventionellen Stickstoffdüngern oder 60 kg N/ha mit ALZON® - egal, ob fest oder flüssig – nach Düngebedarfsermittlung erfolgen. Flüssigdünger sollte entweder direkt vor der Saat oder ab dem 4-Blatt-Stadium gegeben werden.

Braucht Gerste im Herbst Stickstoff?

Die Sinnhaftigkeit einer Herbstdüngung zu Wintergerste außerhalb roter Gebiete sollte mit Blick auf die Anrechnung im Frühjahr kritisch hinterfragt werden. Für die vorwinterliche Stickstoffversorgung ist der durch wendende und mischende Bodenbearbeitung mineralisierende Stickstoff in der Regel ausreichend. Nach Mais oder Kartoffeln ist eine Herbstdüngung nicht zulässig.

Raps genau im Auge haben

In allen Teilen des Beratungsgebiets ist im Verlauf der Berichtswoche noch gedroschen worden. Zwischenfrüchte werden hier noch eilig eingesät. Aufgelaufene Rapsflächen sind intensiv auf Fraßschäden durch den Rapserdfloh zu kontrollieren. Hier sind im Bedarfsfall geeignete Insektizide einzusetzen. Gleichzeitig ist Raps auf den Befall mit Schnecken zu kontrollieren. Während Schnecken auf Geest-Standorten vorwiegend vom Rand aus Böschungen einwandern, treten sie auf schweren und klutigen Standorten häufig ganzflächig auf. Jutesäcke, größere Bretter oder Schneckenfolie sollten daher als Kontrollstellen ausgelegt und immer wieder kontrolliert werden.