Fachberater Westliches Niedersachsen

Harm-Dirk Biebert
Westliches Niedersachsen

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Raps genau im Auge haben

In einigen Teilen des Beratungsgebiets muss im Verlauf der neuen Woche noch gedroschen werden. Gleichzeitig sind die ersten Maishäcksler unterwegs und Kartoffeln werden gerodet. Neben Zwischenfrüchten wird auch Raps eingesät.

Bereits aufgelaufene Rapsflächen sind intensiv auf Fraßschäden durch den Rapserdfloh zu kontrollieren. Hier sind im Bedarfsfall geeignete Insektizide einzusetzen. Gleichzeitig ist Raps auf den Befall mit Schnecken zu kontrollieren. Während Schnecken auf Geest-Standorten vorwiegend vom Rand aus Böschungen einwandern, treten sie auf schweren und klutigen Standorten häufig ganzflächig auf. Jutesäcke, größere Bretter oder Schneckenfolie sollten daher als Kontrollstellen ausgelegt und immer wieder kontrolliert werden.

Erhält der Raps keine Herbstgülle, sollte eine Düngung in Höhe von 30 bis 40 kg N/ha mit konventionellen Stickstoffdüngern oder 60 kg N/ha mit ALZON® – egal, ob fest oder flüssig – nach Düngebedarfsermittlung erfolgen. Flüssigdünger sollte entweder direkt zur Saat oder ab dem 4-Blatt-Stadium gegeben werden. Praxiserfahrungen zeigen, dass auch der Einsatz von 100 Litern PIASAN® 28 in 300 Litern Bodenherbizid-Spritzbrühe pro Hektar möglich ist. Mischproben vorher sind dennoch dringend ratsam.

Stickstoffdüngung zu Wintergerste im Herbst?

Die Sinnhaftigkeit einer Herbstdüngung zu Wintergerste sollte mit Blick auf die Anrechnung im Frühjahr kritisch hinterfragt werden. Für die vorwinterliche Stickstoffversorgung ist der durch wendende und mischende Bodenbearbeitung mineralisierende Stickstoff in der Regel ausreichend. Nach Mais oder Kartoffeln ist eine Herbstdüngung nicht zulässig.