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Zahlen und Fakten

  • Historie: Domestikation bereits vor 10.000 Jahren im fruchtbaren Halbmond (Syrien/Irak)
  • Anbaufläche in Deutschland 2018: 1.666 Mio. Hektar
  • Flächenanteil an gesamter Ackerfläche: 16,3 Prozent
  • Erträge Durchschnitt 2018: 57,8 dt/ha, unter günstigen Bedingungen mehr als 110 dt/ha möglich
  • Verwendung: Futtermittel

 

Allgemeines und kulturspezifische Besonderheiten

Wintergerste wird in erster Linie zu Futterzwecken angebaut. Kein anderes Wintergetreide reagiert auf eine verspätete Saat mit stärkeren Ertragseinbrüchen als die Wintergerste. Die Aussaat sollte in der zweiten Septemberhälfte erfolgen - in Höhenlagen etwas früher, in wärmeren Lagen etwas später. Auswinterungsschäden sind in der Regel auf eine schlechte Vorwinterentwicklung infolge zu später Aussaat oder eines schlechten Saatbettes zurückzuführen. Wintergerste entwickelt sich im Frühjahr zügig und reift früh ab. Die Winterfeuchte kann besser als im Weizenanbau ausgenutzt werden. Da Gerste nicht so hitzeanfällig ist, kommt es in Vorsommertrockenlagen häufig vor, dass die Gerste dem später abreifenden Weizen ertraglich überlegen ist.

Wintergerste weist ein insgesamt eher schwaches Wurzelsystem auf und hat deshalb ein mäßiges Nährstoffaneignungsvermögen. Aus diesem Grund reagiert Gerste auch bei recht guter Grundnährstoffversorgung noch positiv auf eine Nährstoffversorgung. Abgesehen von sehr leichten Standorten sollte die Grunddüngung mit Phosphor und Kalium bereits vor der Aussaat erfolgen, da bereits größere Mengen im Herbst benötigt werden und besonders durch Kalium die Winterfestigkeit deutlich verbessert werden kann.

Ergebnisse zur Stickstoff-Düngung

Allgemeine Beschreibung:

Die Wintergerste erreichte am Standort Cunnersdorf ein dreijähriges Ertragsmittel von beachtlichen 101 dt/ha (2015 bis 2017). Im Jahr 2018 lagen die Erträge aufgrund der extremen Witterung im Schnitt 15 % unter diesem Wert. Eine stabilisierte Düngung zu oder noch vor Vegetationsbeginn nutzt die Winterfeuchtigkeit voll aus und der Stickstoff wird bedarfsgerecht ab Vegetationsbeginn zur Verfügung gestellt. Ein weiterer Vorteil N-stabilisierter Düngungssysteme liegt in der Zusammenfassung von Teilgaben. Dadurch können Überfahrten gespart und die Flexibilität erhöht werden. Ineffiziente Applikationen in Trockenperioden lassen sich weitgehend vermeiden. Im Ergebnis wird neben dem Ertrag wird auch der Stickstoff-Entzug erhöht. Dadurch lässt sich die Stickstoffbilanz entlasten.

Versuch 2018: Die Düngung mit Harnstoff erzielt vergleichbare Erträge wie eine Düngung mit Kalkammonsalpeter. Mit N-stabilisierten Düngemitteln wurden auch im Jahr 2018 zum Teil deutlich höhere Erträge und Stickstoffentzüge erreicht. Im Hochertragsbereich (um 100 dt/ha) und einem resultierenden N-Bedarf von >160 kg N/ha empfiehlt sich auch im N-stabilisierten System die 2-Gaben-Strategie.


Versuch 2018: Bei einem Ertragsniveau um 70 dt/ha führte die vorgezogene Einmalgabe von ALZON® neo-N zur Erhöhung der Stickstoff-Aufnahme um 10 Prozent gegenüber der traditionellen 2-Gaben-Strategie mit Harnstoff. Der Ertrag im N-stabilisierten System stieg um 3,6 dt/ha.

Empfehlungen zur Stickstoffdüngung

Wegen der zeitigen Aussaat und des hohen Stickstoffbedarfs im Herbst sieht die Düngeverordnung eine Herbstapplikation von bis zu 60 kg N/ha vor.

Da sich die Gerste im Frühjahr zeitig entwickelt, muss die Stickstoffversorgung rechtzeitig sichergestellt werden. Die zu düngende Stickstoffmenge bemisst sich an Bodengüte, Vorfrucht, Stickstoffnachlieferung, Sorte und den Vorgaben der Düngeverordnung.

Stickstoff stabilisiert:

Bei der stabilisierten Düngung kann die gesamte Stickstoffdüngung in einer vorgezogenen Düngegabe zusammengefasst werden. Dadurch werden Überfahrten eingespart und der Stickstoff kommt in den Boden, wenn es ausreichend feucht ist.

Stickstoff traditionell:

Bei der traditionellen Stickstoffdüngung sollte etwa die Hälfte der gesamten Stickstoffmenge unmittelbar zu Vegetationsbeginn appliziert werden. Die zweite Gabe sollte in der Schossphase erfolgen.

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