Auch auf Spurennährstoffe achten

Die Böden sind soweit gut abgetrocknet und es wurde regional Gülle ausgebracht. Da die Gülle nicht so viel Spurennährstoffe enthält, wie viele denken, sollte man besonders auf die drei wichtigsten Spurennährstoffe im Mais achten. Diese sind Mangan, Zink und Bor. Denn nur bei optimaler Versorgung mit Spurennährstoffen sind Spitzenerträge möglich.

Mangan

Auf Maisstandorten mit leichten, humosen, zu stark aufgekalkten Böden ist Mangan meistens nicht ausreichend verfügbar. Besonders im Jugendstadium wird dieses bei ungünstiger Witterung durch Aufhellung des Bestandes sichtbar. Nur im Extremfall zeigen sich unregelmäßig gesprenkelte, helle Flecken an den Blättern. Sichtbar aufgehellte Mangelpflanzen können Stickstoff nicht mehr optimal verwerten.

Zink

Mais reagiert auch sehr empfindlich auf Zinkmangel. Dieser wird besonders in Jahren längerer Trockenheit im Frühsommer auf vielen Standorten sichtbar. Typisch für diesen Mangel sind Wiesenumbrüche und auch Felder mit hohen pH-Werten. Zinkmangel wird häufig mit Magnesiummangel verwechselt. Laufen helle Streifen parallel zu den Blattadern einheitlich bis zur Blattspitze durch, so liegt Magnesiummangel vor. Bei Zinkmangel dagegen zeigen sich die Streifen nur in der unteren Hälfte des Blattes, die Blattspitzen bleiben immer einheitlich grün.

Bor

Neben Rüben und Raps zählt Mais zu unseren borbedürftigen Kulturpflanzen. Sichtbarer Bor-Mangel tritt unter üblichen Praxisbedingungen nur selten auf. Im Gegensatz zu anderen Spurennährstoffen unterliegt Bor einer relativ hohen Auswaschung von ca. 150 g/ha und Jahr. Dagegen wird es etwa ab pH-Werten über 6,0 und hier vor allem in bindigen Böden verstärkt festgelegt. Unter diesen Gegebenheiten müssen borbedürftige Kulturen regelmäßig mit Bor gedüngt werden. Auch in seiner Wirkungsweise in der Pflanze unterscheidet sich Bor grundlegend von anderen Mikronährstoffen. Dieses ist speziell für die Energiepflanze Mais von besonderer Bedeutung. Daher bewirkt Bor für den von der Pflanze produzierten Zucker einen schnellen Transport und dessen weitere Verarbeitung zu Stärke. Die Restpflanze Mais ist fast stärkefrei, da im Maiskolben großteils die Stärke eingelagert wird. Da nun Bor nicht nur positiv auf die Leitungsbahnen wirkt, gibt es eine weitere ganz spezielle Funktion: die Anlage und Ausbildung der Fortpflanzungsorgane. Dies erklärt, dass sich in Bor-Düngungsversuchen der Maisertrag stets zugunsten des Korn- oder Kolbenanteils verschiebt. Das führt zu einem Anstieg des Energiegehaltes und damit zur Verbesserung der Futterqualität. Man kann sagen mit nur 300 g/ha Bor wird ein Ertragszuwachs bei mittleren Bor-Gehalten im Boden über einen höheren Kolbenanteil erzielt.