Wenig Regen im März und April

Durch die überschaubare Regenmenge im März und auch im April, sind schon einige Standorte von Manganmangelsymptomen in Winterweizen gezeichnet. Ein Mangel zeigt sich im Gegensatz zum Stickstoffmangel genau umgekehrt. Bei Stickstoffmangel zeichnen die Fahrspuren hell und der Bestand ist noch ein wenig dunkler. Bei Mangan färben sich die Fahrspuren und Bodenverdichtungen dunkler. Hier sollte man mit wasserlöslichen Mangansalzen arbeiten. Die billigste Variante ist, mindestens drei Kilogramm Mangansulfat pro Hektar, leider ist das Mangansulfat nicht mit allen Pflanzenschutzmitteln mischbar und braucht mindestens einen Tag um von der Pflanze aufgenommen zu werden. Ähnlich ist es mit Mangannitrat, hier ist zwar die Aufwandmenge niedriger aber die Verträglichkeit und Mischbarkeit ist auch zu beachten.

Am einfachsten ist Manganchelat

Am unkompliziertesten ist Manganchelat, niedrige Aufwandmengen erzielen oft eine sehr gute Wirkung. 1,5 bis 3 Liter pro Hektar sind einzusetzen. Das Nährsalz ist mit einem Chelator neutralisiert und wird ähnlich schnell wie Pflanzenschutzmittel aufgenommen. Außerdem ist die Mischbarkeit in der Spritze auch sehr gut.

Von wasserunlöslichen Manganverbindungen ist zur schnellen Düngung abzuraten

Von Mangan-Carbonaten, -Oxiden und -Suspensionen ist für eine sehr schnelle Düngewirkung abzuraten! Diese müssen erst zu pflanzenverfügbarem Mangan umgesetzt werden und dies geschieht vornehmlich im Boden. Als feinvermahlene Feststoffe ist auf einen Mindestsiebdurchgang zu achten, der meistens mit fast allen Pflanzenschutzmitteln mischbar ist.