Blick ins Feld

Der Raps läuft zurzeit im Feld auf und wird bereits vom Bauern mit Argusaugen beobachtet. Bis zum Ende der Berichtswoche sind keine nennenswerten Schaderreger aufgetreten, was sich aber schlagartig ändern kann. In aller Regel wird über eine Düngung im Raps nachgedacht, wenn nicht vorher Wirtschaftsdünger platziert worden sind. Das Zeitfenster bis zum ersten Oktober jeden Jahres ist kurz. Daher sollte die Möglichkeit der Stickstoffdüngung alsbald genutzt werden, um sicherzugehen, dass die applizierten Nährstoffe in der Pflanze ankommen. Flüssigdünger werden vom Raps erst im voll entwickelten 4-Blatt-Stadium vertragen.

Mit der Maisernte wurde in dieser Woche flächendeckend begonnen. Es sind auf Grund der geringen Erträge bereits erhebliche Flächenanteile abgehäckselt worden. Ist es noch Glück im Unglück, dass der Maiskolben ausgebildet wurde oder ist der Ertrag schon eine Katastrophe?
Vielerorts sind Landwirte in Brandenburg mit einem blauen Auge davongekommen. Durchatmen kann man aber nur wegen der hohen Vorräte, welche auf Grund von Erfahrungswerten im Silo verblieben. In einigen Betrieben wurde aber dennoch Futterroggen oder Getreide-GPS in die Fruchtfolge eingearbeitet, um einer drohenden zweiten unterdurchschnittlichen Ernte frühzeitig zu begegnen. Auf das Wetter möchte man sich einfach schon länger nicht mehr verlassen, daher steht Zweitfruchtmais vorzugsweise auf Beregnungsflächen.

Die Zuckerrüben werden von der Wiederbefeuchtung der Böden im September profitieren können. Die Bestände sind oft noch gesund und präsentieren sich frei von Unkraut. Nichtsdestotrotz werden es in 2027 auf Grund der Bereinigung im Zuckermarkt noch weniger Flächenanteile mit Zuckerrüben werden, wenngleich die Frucht eine gute Stellung unter Klimawandelbedingungen vertritt.
