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Rumänien: Großmaschinen und Handarbeit liegen nah beieinander

Die letzten Tage in Rumänien verbrachte ich unter anderem bei Klaus Abel in Spineni. Abel kommt ursprünglich aus Deutschland und leitet einen Ackerbaubetrieb mit 10.100 ha. In den letzten vier Jahren ist der Betrieb von 4.500 ha auf die heutige Größe gewachsen. Angebaut werden hauptsächlich Mais, Weizen, Gerste, Raps und Sonnenblumen. Für eigene Versuchsreihen werden jedes Jahr weitere Kulturen wie Linsen oder Hanf im kleinen Stil angebaut. Der Betrieb hat 23 Angestellte. Davon arbeiten elf im Büro und zwölf auf dem Acker. Man sieht, auch hier macht das Büro – genauso wie in Deutschland – einen Großteil der Arbeit aus. Für die Zukunft ist ein neuer Standort mit eigenem Bahnanschluss geplant, um das Getreide per Zug zu transportieren. Momentan steht Sonnenblumenernte und Rapsaussaat an. In fünfeinhalb Tagen werden 900 ha Raps gedrillt.

Dann ging es weiter in die Nähe Chichis zu Emil Kadar. Mit ihm besuchte ich als erstes Barna Para. Er bewirtschaftet einen Betrieb mit 75 Red Holstein-Rindern, 35 melkenden Kühen, 57 ha Weizen, Mais, Luzerne. In dieser Region sind Betriebe sehr klein für rumänische Verhältnisse. Die größten Betriebe bewirtschaften 200 bis 400 ha. Hier wird noch vieles in Handarbeit erledigt.

Dann auf zu Zoltan Rakosi – 180 ha Kartoffeln und Weizen, 10 ha Luzerne, alle zwei Jahre werden Kartoffeln angebaut. Diese Woche wurde mit der Kartoffelernte begonnen. Er macht derzeit Versuche mit stabilisiertem Düngemitteln in Kartoffeln.

Karpaten Meat – 9.000 Angus-Rinder und 10.000 ha Land

Am nächsten Tag ging es zu Karpaten Meat. Vor zehn Jahren wurde mit 120 ha gestartet, heute hat der Betrieb 10.000 ha. Im Mittelpunkt stehen hier 9.000 Angus-Rinder. Mittlerweile hat sich das Unternehmen mit 150 Mitarbeitern auf die Haltung von Rindern mit den Schwerpunkten Zucht und Mast, Vermarktung von Fleisch und lebenden Tieren, sowie Beratung für andere Angus-Betriebe spezialisiert. Durch dieses Unternehmen, das von zwei Schweizern aufgebaut wurde, hat sich der Angus-Bestand in Rumänien von 300 auf heute 60.000 bis 70.000 Stück vergrößert. Die Mutterkuhhaltung und der Verzehr von Fleisch der Jungbullen war vorher weitestgehend unbekannt in Rumänien. Durch das Knowhow der Schweizer werden die Kompetenzen und das Wissen von der Haltung bis hin zur Zubereitung der Angus-Rinder beziehungsweise des Fleisches vermittelt.

Das Fazit meiner Reise

Nach meiner letzten Station in Rumänien ging es zurück nach Hause. Nun möchte ich ein paar meiner persönlichen Erfahrungen zusammenfassen. Der erste Betriebsbesuch war etwas komisch für mich. Ich wusste noch nicht wirklich, was ich wissen will und was ich fragen soll. Das hat sich jedoch schnell eingespielt.

Was für mich neu und die größte Herausforderung war: gute Bilder einzufangen. Vor der Reise hatte ich keinerlei Erfahrung mit einer Systemkamera oder Drohne. Ich wusste nicht, wie ich gute und spannende Bilder machen soll, geschweige die Drohne elegant in der richtigen Position zum Motiv zu fliegen. Alles in allem war es gut, dass ich allein unterwegs war – ich musste auf niemanden Rücksicht nehmen und das Schlafen im Auto war auch sehr unkompliziert.

Zu 99 Prozent habe ich mich immer sicher gefühlt. Fast alle Menschen, die ich getroffen habe, waren super nett und hilfsbereit. Meine anfänglichen Bedenken, dass ich mit Englisch nicht klarkommen werde, haben sich während der Reise aufgehoben, denn die Verständigung hat besonders zum Schluss erstaunlich gut funktioniert. Was mir am meisten während der Fahrt gefehlt hat: Der Kontakt zu Gleichaltrigen.


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