Betrachtung Winterraps auf schweren Böden
Praxiserfahrungen haben in der Vergangenheit gezeigt, dass Raps, der im Frühjahr Stickstoffgaben deutlich unter 140 Kilogramm pro Hektar erhält, oft relativ schwach in der weiteren Entwicklung ist. Gleichzeitig braucht er aber in der Herbstentwicklung so viel Stickstoff, dass er zehn Blätter und einen daumendicken Stängel bildet. Daher sollte neben der Bedarfsermittlung für die Herbstdüngung auch gleich eine ungefähre Bedarfsabschätzung für die Frühjahrsdüngung erfolgen. Die unter diesen Voraussetzungen erwartbaren Stickstoffmengen von 30 bis 40 Kilogramm Stickstoff pro Hektar lassen sich exakt und randscharf mit Flüssigdünger von SKW Piesteritz düngen. Der im PIASAN®-S 25/6 oder PIASAN®-G 20/8 enthaltene Schwefel erhöht die Effizienz der Stickstoffdüngung. Die Applikation sollte direkt vor der Aussaat erfolgen und mit der Sätechnik eingearbeitet werden. Sollte dieser Termin verstrichen sein, ist eine Kopfdüngung ab dem 4-Blatt-Stadium möglich. Für Betriebe, die granulierten Dünger bevorzugen, gilt die gleiche Empfehlung mit PIAMON® 33-S.
Raps genau im Auge haben
Aufgelaufene Rapsflächen sind intensiv auf Fraßschäden durch den Rapserdfloh zu kontrollieren. Hier sind im Bedarfsfall geeignete Insektizide einzusetzen. Gleichzeitig ist Raps auf den Befall mit Schnecken zu kontrollieren. Während Schnecken auf Geest-Standorten vorwiegend vom Rand aus Böschungen bewandern, treten sie auf schweren und klutigen Standorten häufig ganzflächig auf. Jutesäcke, größere Bretter oder Schneckenfolien sollten daher als Kontrollstellen ausgelegt und immer wieder kontrolliert werden.
Maisernte hat begonnen
Durch die warme Witterung und wenig Niederschlag seit August ist der Mais beschleunigt abgereift. Es wird vielerorts gehäckselt und die Körnermaisernte steht ebenfalls bevor. Aufgrund der frühen Ernte des Maises bietet sich alternativ zu Winterweizen oder Wintertriticale die Aussaat von Wintergerste als weniger ährenfusariumanfällige Folgekultur an. Trotz dessen, dass die Wintergerste im Herbst einen N-Bedarf zur Bestockung hat, ist die Ausbringung von Gülle nach Silomais nicht gestattet. Entscheidend für den Düngebedarf ist hier die Vorfrucht und nicht der Bedarf der neu etablierten Kultur. Für die Aussaat nach Mais oder in unmittelbarer Nähe zu Maisflächen eignen sich Sorten, die gegen Gelbverzwergungsvirus resistent oder wenigstens tolerant sind.
