Maisdüngung im Nachauflauf

Die Zeit der Eisheiligen brachte eine deutliche Abkühlung ohne Fröste. Der Mais wurde dadurch in seiner Entwicklung ausgebremst, aber nicht geschädigt. Die Bestände in Nordbayern befinden sich aktuell im 3- bis 4-Blatt-Stadium. Der Großteil der Stickstoffdüngung ist bereits im Vorauflauf ausgebracht worden. Teils steht sie noch aus. Wichtig ist hier, dass es für eine Düngung im Bestand einige Punkte zu beachten gibt.

Gefahr von Blattschäden nimmt zu

Mit zunehmendem Entwicklungsstadium nimmt das Risiko von Blattverätzungen zu. Der Grund hierfür ist, dass sich die Blattachseln immer weiter öffnen und somit mehr Düngerkörner in diese fallen können. Deshalb sollte die Nachdüngung im 6-Blatt-Stadium abgeschlossen sein. 

Die N-Form macht den Unterschied

Gerade bei Kulturen wie dem Mais, die auf eine Düngung im Bestand empfindlichen reagieren, sollten verträgliche Stickstoffdünger eingesetzt werden. Ein Indikator für die Verträglichkeit ist die Salzkonzentration. Stickstoffdüngemittel mit einem hohen Nitratgehalt haben einen hohen Salzgehalt. Harnstoffdüngemittel wie PIAGRAN® pro oder PIAMON® 33-S sind salzarm und bieten deshalb eine bestmögliche Verträglichkeit.

Worauf ist beim Einsatz von Flüssigdüngern zu achten?

Eine Nachdüngung von Mais mit flüssigen Düngemitteln (AHL) im Nachauflauf ist nur mit Schleppschläuchen möglich. Größere N-Mengen mit der Düse ausgebracht, würden für erhebliche Schäden am Blattapparat sorgen. Möglich ist jedoch eine Blattdüngung mit N-Mengen von bis zu 10 kg N/ha. Dies entspricht 28 Liter PIASAN® 28, die mit mindestens dem Vierfachen oder mehr an Wasser gemischt werden. Auch andere Nährstoffe wie Schwefel und Spurennährstoffe können bei dieser Maßnahme ergänzend hinzukommen. Hier ist auf eine Mischbarkeit mit dem jeweiligen Partner zu achten.