Sind die Eisheiligen schon vorbei?
Mit Mamertus beginnen am 11. Mai die Eisheiligen. Gefolgt von Pankratius, Servatius, Bonifatius und der kalten Sophie enden sie am 15. Mai.
Eine alte Bauernregel besagt:
"Vor Nachtfrost du nicht sicher bist, bevor Sophie vorüber ist."
Die Meteorologie sieht die Eisheiligen als Singularität. Damit wird gemeint, dass es in dem besagten Zeitabschnitt mit hoher Wahrscheinlichkeit auftreten kann, aber auch früher oder später. Um Ostern traten zuletzt stärkere Frostereignisse auf. Regional sank das Thermometer auf bis zu -7 Grad Celsius. Im Winterraps gab es dadurch teils erhebliche Schäden. Nach jetziger Wetterprognose wird die Zeit der Eisheiligen wahrscheinlich ohne Frost vorrübergehen. Aktuell sieht es mehr nach gemäßigten Temperaturen aus.

Zweiten Aufwuchs bei Grünland und Ackergras fördern
Der erste Aufwuchs in Grünland und Ackergras entzieht den Böden die meisten Nährstoffe. Um beste Voraussetzungen für den zweiten Aufwuchs zu bieten, muss insbesondere die Stickstoffversorgung sichergestellt werden.

Für einen Doppelzentner Trockenmasseertrag bei Grünland und Ackergras werden ca. 2,6 kg Stickstoff pro Hektar benötigt.
Ein wichtiger Partner zum Stickstoff ist der Nährstoff Schwefel.
Der Schwefelbedarf von Ackerfutter und Grünland ist abhängig von der Schnitthäufigkeit. Bei intensiver Schnittnutzung steigen die Rohproteinerträge und somit auch der Schwefelbedarf. Ebenfalls spielt der Kleeanteil eine wichtige Rolle. Den höchsten Anspruch an die Schwefelversorgung stellt das Kleegras. Besonders gefährdet für einen Mangel sind flachgründige Böden mit einem geringen Humusgehalt.

Bei der Düngung sollte ein Stickstoff-Schwefel-Verhältnis von 8 bis 12 zu 1 angestrebt werden. Besonders geeignet dafür sind Düngemittel mit Sulfatschwefel wie PIAMON® 33-S. In den frühen Gebieten konnte der erste Schnitt bereits geerntet werden. Die aktuellen Bedingungen für eine Nachdüngung sind sehr gut.
