Nährstoffmangel in der Gerste

Die Bodenfeuchtigkeit in Nordbayern hat in den letzten Tagen erheblich abgenommen. In diesem Zusammenhang ist ein Blick auf die Sommergerste ratsam. Sind die Fahrspuren hier dunkler als die unberührten Bereiche, weist das eindeutig auf einen Manganmangel hin. Ein Defizit zeigt sich häufig auch durch Flecken- bis Streifenchlorose in der Mitte der jüngeren Blätter. Wird das Defizit nicht behoben, muss letztendlich mit einem verringerten Ertrag gerechnet werden.

Unter welchen Bedingungen tritt Manganmangel auf

Die Pflanzen nehmen Mangan vor allem als Mn2+-Ionen aus der Bodenlösung auf. Besonders bei locker liegenden Böden nimmt die Konzentration der Mn2+-Ionen stark ab. Ein Mangel kann die Folge sein. Dies kann bei der Wintergerste bereits im Laufe des Winters der Fall sein. Bei Sommergerste tritt ein Mangel meist im Zusammenspiel mit abnehmender Bodenfeuchte auf. Aber auch ein hoher pH-Wert, der etwa durch eine überzogene Kalkung entstanden ist, kann Auslöser dafür sein.

Eine Blattdüngung kann helfen

Manganmangel lässt sich durch eine Blattdüngung gut beseitigen. Dafür sollten wasserlösliche Verbindungen wie Sulfate, Chelate und Nitrate verwendet werden. Wasserunlösliche Verbindungen wie Oxide, Hydroxide, Carbonate und Legierungen sollten als Bodendünger verwendet werden. Suspensionen haben eine schlechte Sofortwirkung.