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Mit Zwischenfrüchten die Stickstoffeffizienz steigern

Die Verschärfung der Düngeverordnung ist zwangsläufig mit einem verstärkten Anbau von Zwischenfrüchten verbunden. Wenngleich das primäre Ziel dabei die Konservierung von Stickstoff über die Wintermonate ist, so gibt es doch zahlreiche weitere positive Aspekte, welche wir nachfolgend ansprechen möchten.

Grundsätzlich sind bei der Integration einer Zwischenfrucht in das bestehende Fruchtfolgesystem Verträglichkeitsprobleme durch die Auswahl einer geeigneten Zwischenfrucht(-mischung) zu vermeiden (zum Beispiel keine Kreuzblütler in Raps-Fruchtfolgen). Die Zwischenfruchtarten sind dabei so zu wählen, dass sie die Fruchtfolge bereichern und nicht etwa neue Schwierigkeiten mit sich bringen oder bestehende Probleme verstärken. 

Aus Sicht der Pflanzenernährung sind bekanntermaßen hauptsächlich die Bodenfruchtbarkeit und alle mit ihr in Zusammenhang stehenden Faktoren von Interesse. Zwischenfrüchte können, sofern sie zum Standort und zur Fruchtfolge passen, ganz erheblich zur Verbesserung der Bodenfruchtbarkeit beitragen, und das bereits sehr kurzfristig. Gemeint ist hierbei zunächst keineswegs der Aufbau von „echtem“ Dauerhumus, denn diesen zu etablieren dauert viele Jahre bis Jahrzehnte und ist kurz- und mittelfristig auch gar nicht das primäre Ziel.

Doch was sollte stattdessen im Fokus stehen? Im Idealfall erreichen wir durch den gut geplanten Wechsel von Haupt- und Zwischenfrüchten einen durchgehenden Bewuchs über das Jahr. Damit verbunden ist zunächst einmal eine deutliche Minderung von Wind- und Wassererosion. Darüber hinaus resultiert aus „immergrünen Feldern“ auch eine Steigerung der photosynthetischen Fixierungsleistung – die Biomassebildung und somit der Energieeintrag pro Hektar und Jahr werden gesteigert. Eine höhere Biomassebildung – sowohl oberirdisch als Blattmasse als auch unterirdisch als Wurzelapparat – ist faktisch gleichbedeutend mit einer Steigerung der biologischen Aktivität des Bodens, was wiederum essentielle Voraussetzung für eine optimale und stabile Bodenstruktur ist.

Besonders vorteilhaft sind Zwischenfruchtmischungen mit unterschiedlicher Durchwurzelungstiefe, weil dadurch der Boden in den einzelnen Tiefen gut gelockert wird. Über die Jahre hinweg können auf diese Weise auch Verdichtungen und Sperrschichten aufgebrochen werden – Wasser und Nährstoffe in tieferen Bodenschichten werden besser zugänglich und effizienter nutzbar. Durch die Bildung von Feinwurzeln werden sehr stabile Krümel aufgebaut, die zu einer Verbesserung der Wasserinfiltration und der Wasserspeicherfähigkeit des Bodens führen. Dies ist vor dem Hintergrund zunehmender Witterungsextreme (Starkregen und Dürre) von zentraler Bedeutung. Neben dieser direkten Wirkung der Wurzelmasse wird durch entsprechende Wurzelausscheidungen (Exsudate) und später auch durch den Abbau abgestorbenen Pflanzenmaterials den Bodenmikroben Nahrung dargeboten – sie werden also in ihrer Aktivität gefördert, was die Bodenstruktur ebenfalls verbessert.

Auch Grundnährstoffe - wie beispielsweise Phosphor - können durch die Zwischenfrüchte mobilisiert und aufgenommen werden. Durch anschließende Mineralisierung der Zwischenfruchtrückstände stehen die Nährstoffe dann der nachfolgenden Hauptfrucht zur Verfügung. Auf diese Weise kann eine deutliche Steigerung der Nährstoffeffizienz bewirkt werden. Durch den Abbau der organischen Substanz im Frühjahr wird außerdem ein leichter Säureschub (Kohlensäure) bewirkt, welcher sich positiv auf die Verfügbarkeit speziell von Mikronährstoffen auswirkt.

Besonders in Zuckerrüben oder Mais, bei denen der Reihenschluss erst sehr spät einsetzt, kann durch die Mulchschicht der abgefrorenen Zwischenfrucht einerseits die Bodenerosion, andererseits aber auch die Verdunstung über die Bodenoberfläche (Evaporation) deutlich gemindert werden. Dieser Effekt kann so groß sein, dass der zusätzliche Wasseranspruch der Zwischenfrucht vollständig kompensiert wird.

Schnell gelesen

Zwischenfrüchte…

  • Dienen der Stickstoffkonservierung über Winter
  • Schützen vor Bodenerosion
  • Fördern das Bodenleben und somit die Bodenstruktur und deren Stabilität
  • Verbessern die Nährstoffverfügbarkeit für die folgende Hauptfrucht
  • Verbessern die Wasserinfiltrations- und Speicherleistung des Bodens

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