Aktuelle Situation

Die Getreide- und Rapsernte ist in den meisten Betrieben abgeschlossen. Die Erträge weisen große regionale Unterschiede auf. Wintergerste erreichte durchschnittliche bis überdurchschnittliche Ergebnisse. Auf sehr guten Standorten wurden 7,4 Tonnen pro Hektar gedroschen. Die Erträge von Winterroggen und Winterweizen waren mit schlechten Qualitäten enttäuschend. Hier fielen die Ernteergebnisse unterdurchschnittlich aus. Die Rapserträge mit Ergebnissen von bis zu 30 Prozent weniger Ertrag im Vergleich zum langjährigen Betriebsdurchschnitt waren katastrophal. Neben einem sehr starken Befall von Rapserdflöhen im Herbst und dem starken Befall von Kohlschotenrüsslern und Kohlschotenmücken im Juni, machten die extrem hohen Temperaturen von bis zu 40 °C Ende Juni den Kulturen zu schaffen. Die Winterrapsbestände gingen in die Notreife.

Im Getreide, insbesondere im Winterroggen und Winterweizen, führte die Hitzeperiode zum Verbrennen bzw. Vertrocknen der obersten Blattetagen. Qualitäten konnten nur selten erreicht werden.

Herbstdüngung im Winterraps

Raps hat im Vergleich zu anderen Winterungen bis zur Vegetationsruhe einen relativ hohen Stickstoffbedarf von ca. 50 bis 75 kg N/ha. Unter bestimmten Voraussetzungen kann laut Düngeverordnung (DüV, § 6 Abs. 9) im Herbst eine Düngung bis 1. Oktober erfolgen. Es dürfen maximal 60 kg Gesamtstickstoff/ha oder 30 kg Ammonium-Stickstoff/ha gedüngt werden. Die Höhe der Stickstoffgabe im Herbst muss bei der Düngebedarfsermittlung im Frühjahr angerechnet werden.

Gegenwärtig bietet sich eine Düngung mit organischen Düngemitteln an. Organische Dünger haben den Vorteil, dass neben Stickstoff auch Phosphor, Kalium und Mikronährstoffe mit ausgebracht werden. Um ein Überwachsen der Bestände zu verhindern, sollte eine ammoniumbetonte Ernährung bevorzugt werden. PIADIN® sorgt für eine bedarfsgerechte ammoniumbetonte Ernährung. Weiterhin werden dadurch Auswaschungsverluste durch Starkregen vermieden. Die Jugendentwicklung und die Wurzelbildung werden dank ammoniumbetonter N-Bereitstellung optimal gefördert. Die Aufwandmenge von PIADIN® in Gülle oder Gärresten beträgt fünf Liter pro Hektar.

Im Vorfeld einer Herbstdüngungsmaßnahme müssen die dafür rechtlichen Voraussetzungen der Düngeverordnung (DüV, § 6 Abs. 9) abgeklärt werden. Da die Umsetzung der Düngeverordnung auf Länderebene erfolgt, kann das in Sachsen-Anhalt mit den Ansprechpartnern der LLG erfolgen. Wichtige Hinweise zur Herbstdüngung finden Sie auch hier:

Checkliste Herbst

Düngebedarfsermittlung