Blick ins Feld

Das Wasser der vergangenen Tage ist auf den leichten Böden schneller aufgebraucht als es den meisten lieb ist – die ersten Bestände zeichnen durch die Trockenheit. Auch die Beregnung ist hier nicht für alles die Rettung. Insbesondere die nun wärmeren Tage und Wind haben hier Körner gekostet. Es bleibt die Hoffnung auf weiteren Niederschlag und moderatere Temperaturen. 

Erste Maisbestände sind aufgelaufen. Ist der Mais noch nicht vollständig gedüngt, sollte eine mineralische Düngung in granulierter Form bis zum Öffnen der Tülle erfolgt sein, sodass keine Verätzungen auftreten. Soll hingegen noch flüssig mit AHL gedüngt werden, muss bis etwa zum 6-Blatt-Stadium gewartet und mit Schleppschläuchen gefahren werden. Die Geschwindigkeit ist dabei so zu wählen, dass die Schleppschläuche unten im Bestand laufen und nicht über die Pflanzen gezogen werden. Andernfalls können erhebliche Ätzschäden an den Pflanzen auftreten. Eine andere Möglichkeit ist die Applikation von Spritzharnstoff, der aufgelöst pflanzenverträglich ist und somit auch eine Wirkung über das Blatt bringen kann. 

Der Winterweizen erreicht auf einigen Flächen zeitnah das BBCH-Stadium 37 bis 39. Hier steht je nach Qualitätsstufe bald die dritte Düngergabe an. Sehr gut kann hierzu PIAGRAN® pro verwendet werden. Der Ureaseinhibitor schützt bei trockenen Bedingungen vor Ausgasung und macht den Harnstoff hochmobil. Dies sorgt für eine schnelle Verteilung im Boden und somit steht der Stickstoff schnell zur Verfügung.