Blick ins Feld

Die Niederschläge haben mehr oder weniger für Entspannung gesorgt. Beim Blick in den Boden fällt auf, dass an den Orten mit geringeren Mengen nur der obere Boden etwas durchfeuchtet wurde und die Erde darunter schnell wieder trockenfällt. Daraus resultiert, dass in einigen Gebieten die ersten Beregnungen ausgezogen und angestellt wurden.

Beim Blick ins Feld zeigt sich bei ersten Gerstenbeständen, dass die Gerste das Fahnenblatt entwickelt bzw. entwickelt hat. Weizen befindet sich je nach Sorte und Saattermin mehr oder weniger weit im Schossen, der Raps steht teilweise in der Vollblüte und auf den meisten Rübenäckern lassen sich nun die Reihen schon sauber erkennen.

Soll im Getreide nun noch mit Flüssigdünger weiter gedüngt werden, empfiehlt sich der Einsatz von Schleppschläuchen. Das schnellwachsende, junge Pflanzengewebe ist empfindlich und so kann es zu Pflanzenschäden kommen, deshalb sollte hier nach BBCH 37 bei einer Ausbringung mit anderen Düsen gearbeitet werden. Zudem kann es in den nun höheren Beständen dazu kommen, dass die Blätter bei Wind aneinander reiben und somit die Wachsschicht auf den Blättern aufgerieben wird. Lassen Sie sich hier nicht durch sonnige Tage und eine mögliche Wachsschicht täuschen. Auch unter solchen Bedingungen ist Vorsicht geboten, um die Pflanzen nicht zu schädigen.

Für eine Nachdüngung in Zuckerrüben empfiehlt sich bis zum 4- bis 6-Blatt-Stadium zu warten. Die Pflanze ist dann schon wieder unempfindlicher, als der junge Keimling.

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