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Was steht in den nächsten Tagen auf dem Acker an?

Zwischenfrüchte im Blick behalten

Durch den vielerorts relativ günstigen Witterungsverlauf der letzten Wochen konnten sich auch die Zwischenfrüchte prächtig entwickeln. So konnte entsprechend Stickstoff gebunden werden, um Auswaschungen und Verlagerungen in tiefere Bodenschichten zu verhindern. Dieser kann dann im Frühjahr nach dem Abfrieren und der Mineralisierung der abgestorbenen Pflanzenreste wieder von der Hauptfrucht aufgenommen werden. Darüber hinaus können Zwischenfrüchte durch ihre gleichmäßige Durchwurzelung die Bodenstruktur verbessern und dabei helfen Verdichtungen oder Strukturschäden im Boden zu beheben. Aber auch für Insekten stellen weit entwickelte Zwischenfrüchte im Herbst eine Abwechslung und einen attraktiven Lebensraum dar. Eine Samenbildung sollte aber vermieden werden. Um dies zu verhindern, kann das Walzen des zu weit entwickelten Bestandes eine Notlösung sein. Grundsätzlich sollte aber die Zusammensetzung der Zwischenfruchtmischung und deren Saatzeitpunkt genauer beachtet und ausgewählt werden, um einen Samenbildung zu vermeiden.

Raps winterfest machen

Ähnlich wie bei den Zwischenfrüchten konnte sich in weiten Teilen des Beratungsgebietes der Winterraps ordentlich entwickeln. Neben der Kontrolle von tierischen Schädlingen (Erdfloh, Schnecken), Ungräsern und Unkräutern ist es in der Regel empfehlenswert, den Raps mit einer Fungizidmaßnahme „winterfest“ zu machen. Der optimale Zeitpunkt hierfür ist das 4- bis 6-Blatt-Stadium. Bei dieser Maßnahme wird, je nach eingesetztem Wirkstoff und Aufwandmenge unterschiedlich stark, der Raps eingekürzt. Hierdurch wird ein Überwachsen der Pflanzen und ein Abheben des Vegetationskegels verhindert. Folglich kann so die Winterhärte der Pflanzen verbessert werden. Weiterhin wird durch diese Maßnahme das Wurzelwachstum verbessert und erste Phomainfektionen können, bei entsprechender Wirkstoffmenge, mitbekämpft werden. Da Phomainfektionen jedoch häufig erst später im Herbst auftauchen, ist die weitere Bestandeskontrolle und bei Bedarf eine entsprechende Fungizidbehandlung unerlässlich.

Georg Schlothauer

BADEN-WÜRTTEMBERG

Mobil: +49 (0) 151 19568105
E-Mail: georg.schlothauer@skwp.de

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