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Wintergerste – die Aussaat steht vor der Tür

Wintergerste (Hordeum vulgare L.) wird in Baden-Württemberg jährlich auf circa 90.000 ha angebaut und ist damit nach Winterweizen und Mais die wichtigste Feldfrucht. Die zweizeiligen Sorten nehmen hier den größten Flächenanteil ein. Verwertet werden die geernteten Körner in erster Linie für die Tierfütterung. Darüber hinaus werden, jedoch in kleinem Umfang, spezielle zweizeilige Winterbraugerstensorten für die Malzindustrie angebaut.

 

Zwei- oder mehrzeilig

Bei der Wintergerste gilt es im Allgemeinen zwischen zwei- und mehrzeiligen Sorten zu unterscheiden. Zweizeiligen Sorten entwickeln pro Ansatzstelle ein Korn, welches in der Regel dann kräftig ausgebildet wird. Mehrzeilige Sorten, zu denen auch die Hybridgerste gehört, entwickeln hingegen pro Ansatzstelle drei Körner, welche meist etwas schwächer ausgebildet werden. Dies führt dazu, dass zweizeilige Gersten in der Regel über ein höheres Korngewicht und weniger Rohfaser als mehrzeilige verfügen. Dies ist natürlich bei der Verfütterung ein sehr wichtiger Umstand, der zu beachten ist. Auch in der Ertragsstruktur gibt es erhebliche Unterschiede. So neigen mehrzeilige Sorten zu niedrigerer Bestandesdichte und höherer Kornzahl pro Ähre als zweizeilige Sorten. Im Hinblick auf Saatstärke und Düngungsmaßnahmen ist dies natürlich zu berücksichtigen.

 

Sonderfall Ramularia

Ramularia oder auch Sprenkelkrankheit ist einer der gefährlichsten Krankheit im Gerstenanbau und kann zu massiven Ertrags- und Qualitätseinbußen führen. Die Krankheit wird durch den Pilz Ramularia collo–cygni verursacht, dessen Bekämpfung bisher durch den Einsatz entsprechender Pflanzenschutzmittel im BBCH 39 bis BBCH 49 gut erfolgte. Durch den Wegfall des wichtigsten Wirkstoffes gegen diesen Pilz in diesem Jahr, ist es jetzt unerlässlich die neu eingeführte Ramulariaresistenzeinstufung bei der Sortenwahl zu beachten.

 

Mein Praxistipp für die Wintergerstenaussaat

Sehr frühe Aussaattermine vermeiden, um das Risiko für den Befall mit Verzwergungsviren, die von Vektoren wie Läusen oder Zikaden in den Bestand eingetragen werden, zu senken. Zusätzlich wird die Bekämpfung von Ackerfuchsschwanz durch spätere Saattermine erleichtert.

Georg Schlothauer

BADEN-WÜRTTEMBERG

Mobil: +49 (0) 151 19568105
E-Mail: georg.schlothauer@skwp.de

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