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Stickstoff – die richtige Dosis macht’s

Zwar umgibt uns eine Atmosphäre, die eine schier unendliche Masse an elementarem Stickstoff enthält, jedoch machen sich die von Pflanzen gut nutzbaren Stickstoff-Formen Nitrat und Ammonium in natürlichen Lebensräumen meist rar. Landwirtschaftliche Kulturpflanzen schöpfen diesen natürlichen Pool rasch ab und benötigen daher zusätzlichen Stickstoff in großen Mengen. Der mittlere Stickstoffgehalt in der pflanzlichen Trockenmasse liegt zwischen 2 bis 6,5 Prozent.

Stickstoffgehalte in der oberirdischen Pflanzenmasse unterschiedlicher Kulturen nach Bergmann (1983)

Kultur Entwicklungsstadium N-Gehalt [%]
Winterweizen Beginn Schossen 3 - 5
  Mitte Schossen 2,5 - 4
Sommerweizen Beginn Schossen 4 - 5,5
  Mitte Schossen 3 - 4,5
Wintergerste Beginn Schossen 2,5 - 5
  Mitte Schossen 2 - 4
Sommergerste Beginn Schossen 2,8 - 5
  Mitte Schossen 2 - 4
Winterroggen Beginn Schossen 2,5 - 5
  Mitte Schossen 2 - 4
Hafer Beginn Schossen 3 -5
  Mitte Schossen 2,2 - 3,5
Mais voll entwickelte Blätter 3,5 - 5
  Kolbenblatt zur Blüte 2,8 - 3,5
Zuckerrübe mittlere Blätter Juni/Juli 4 - 6
Kartoffel Blätter zum Blühbeginn 5 - 6,5
Raps voll entwickelte Blätter 4 - 5,5
Weidelgras oberirdische Pflanze zu Blühbeginn 3 - 4,2

Stickstoff wird von den Pflanzen zu großen Teilen über die Wurzeln aufgenommen und über Aminosäuren zu Proteinen umgewandelt. Unter normalen Bedingungen ist der Stickstoffgehalt bei hohen Wachstumsraten und somit vor allem in jüngeren Pflanzenteilen am höchsten. Bei Stickstoffmangel wird Stickstoff aus älteren Pflanzenteilen mobilisiert, um die Versorgung der jüngeren Pflanzenteile sicherzustellen. Das wiederum führt zu einem Rückgang des Chlorophyllgehaltes in den älteren Blättern, was der Landwirt optisch als Symptom für Stickstoffmangel wahrnimmt.

Stickstoff

Stickstoff ist der Schlüsselnährstoff und Motor der Pflanze. Da Stickstoff u.a. Bestandteil von Aminosäuren (Grundbaustein der Proteine) und Nukleotiden (Bestandteil der Erbinformationen (DNA)) ist, wäre ohne Stickstoff kein Wachstum und kein Leben der Pflanze möglich.

 

Stickstoffmangel

Stickstoff bzw. Stickstoffverbindungen sind in der Pflanze gut verlagerbar. Deswegen wird Stickstoff unter Mangelbedingungen von den älteren in die jüngeren Blätter verlagert. Ein Stickstoffmangel tritt deswegen zuerst an den älteren Blättern auf. Bei Stickstoffmangel können folgende Symptome auftreten:

  • Allgemeine Wachstumsstörungen
  • Pflanzen bleiben kleiner
  • vorzeitige Alterung der älteren Blätter
  • Die gesamte Pflanze (Laub einschließlich der Blattadern) hellt sich auf (blassgrüne bis gelbliche Chlorose)
  • Verminderte Wuchskraft der Pflanze
  • Vorzeitige Seneszenz der Pflanze (vorzeitige Reife)
  • Beim Getreide verminderte Ährengröße und ein geringerer Rohproteingehalt

Abschätzung der N-Nachlieferung aus dem Boden

Zur Abschätzung der Stickstoffnachlieferung aus dem Boden gibt es verschiedene Möglichkeiten

Düngefenster: Auf einer kleine Teilfläche wird weniger Stickstoff bei der ersten Düngegabe appliziert. Sobald sich diese Fläche aufhellt muss auf der gesamten Fläche nachgedüngt werden.  Die großen Vorteile dieser Variante sind, dass sie keine Kosten verursacht und ihre Durchführung sehr einfach ist. Als nachteilig kann angesehen werden, dass über die Höhe der Nachdüngung keine Angaben gemacht werden kann. Egal was die nicht gedüngte Variant anzeigt, die maximal zu düngende Stickstoffmenge (DüV) darf in keinem Fall überschritten werden. Weitere Möglichkeiten den Versorgungszustand der Pflanze zu bestimmen sind:

  • Laboruntersuchungen (Pflanzenanalyse)
  • Nutzen von Farbkarten
  • Vor-Ort-Analysen mit Teststäbchen
  • Chlorophyll-Messgeräte
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