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Wassersparende Bestandesführung

Effizienz wird häufig verbunden mit der Stickstoffausnutzung, die das Verhältnis zwischen Düngemenge und Ertrag (Kilogramm Stickstoff je Kilogramm Trockenmasse bzw. Ertrag) beschreibt. Doch vor allem Wasser ist ein essentieller Wachstumsfaktor, der effizient genutzt werden muss. Denn nur eine effiziente Wasserausnutzung kann auch eine hohe Stickstoffeffizienz gewährleisten. Dünger – gezielt und maßvoll eingesetzt – kann Wasser sparen, aber er kann es nicht ersetzen.

Wasser ist einerseits unmittelbarer Baustein der pflanzlichen Substanz, andererseits Transport- und Reaktionsmedium sämtlicher Stoffwechselprozesse. Besonders in trockenen Regionen, in denen Wasser häufig ertragslimitierend wirkt, ist eine effiziente Ausnutzung des wenigen verfügbaren Wassers unbedingt erforderlich. Jeder unnötige Wasserverbrach kann sich ertragsmindernd auswirken.

Wie wird Wasser eingespart?

Um Wasser zu sparen, sollte die Bestandesdichte, genauer: der Blattflächenindex (Blattfläche pro Quadratmeter) ausreichend, aber keinesfalls zu hoch sein. Jeder einzelne Quadratzentimeter Blattfläche verbraucht Wasser durch Transpiration. Ein zu dichter Bestand verbraucht unnötig viel Wasser, das später bei der Ertragsbildung fehlt.

Vorteile der Ammoniumernährung nutzen!

Durch pflanzenbauliche Maßnahmen und Sortenwahl kann eine wassersparende Bestandesführung erreicht werden. In diesem Zusammenhang sollte der Stickstoffdüngungsstrategie und auch der ausgewählten Stickstoffform besondere Beachtung geschenkt werden. Wird zum Beispiel ein Bestand im Frühjahr zu stark mit Nitrat gedüngt, dann regt dies die Bestockung und das Blattwachstum stark an bzw. es werden weniger Seitentriebe reduziert. Hintergrund ist, dass Nitrat nicht an den Sorptionskomplexen im Boden gebunden werden kann und deswegen in hoher Konzentration in der Bodenlösung vorliegt – die Pflanzen können hier nicht selektieren und werden quasi „zwangsernährt“. Die Bestände wirken dann aufgrund der hohen Biomasse üppig. Doch die vielen Blätter und Triebe verbrauchen unnötig viel Wasser, das zur Abreife später fehlt. Deswegen brechen die anfangs so vital wirkenden Bestände vorzeitig zusammen.

Hingegen wird das positiv geladene Ammonium-Ion an den Sorptionskomplexen gebunden und nur bei niedriger Lösungskonzentration freigesetzt. Dies ist der Fall, wenn die Pflanze Ammoniumstickstoff aus der Bodenlösung über die Wurzel aufnimmt. Das heißt also, dass Ammonium im Gegensatz zu Nitrat nur dem tatsächlichen Bedarf entsprechend aus der Lösung aufgenommen wird. Luxuskonsum und unnötig üppige Biomassebildung sind ausgeschlossen, andererseits muss die Pflanze keinen Hunger leiden – optimale Versorgung also! Ammoniumbetont ernährte Bestände halten deswegen, aber auch aufgrund eines verstärkten Feinwurzelwachstums, oft deutlich länger durch und können Trockenphasen in der Regel besser überstehen.

 

Natürlich kann eine insgesamt hohe Wassernutzungseffizienz nur erreicht werden, wenn auch die Versorgung mit allen anderen essentiellen Nährstoffen optimal und ausgewogen ist.

So kommt beispielweise Kalium beim Wasserhaushalt der Pflanzen eine entscheidende Rolle zu. Es reguliert den Schluss der Spaltöffnungen und reguliert somit den Wasserverbrauch der Pflanzen. Unter Kaliummangel ist dieser Regulationsmechanismus gestört und der unproduktive Wasserverbrauch steigt an.

 


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