Düngung von Wintergerste und Winterroggen – stabilisiert und früh zum Erfolg

Auswirkungen des Klimawandels begrenzen
Während zu Vegetationsbeginn meist ausreichend Feuchtigkeit vorhanden ist und der applizierte Dünger gut in den Boden eindringen kann, leiden spätere N-Gaben immer häufiger unter ausbleibenden Niederschlägen – und dies nicht nur in den bekannten Trockengebieten. Gestreuter Dünger liegt dann unter Umständen viele Tage auf der Bodenoberfläche und kann von den Pflanzen nicht genutzt werden – ein unnötiges Risiko. Die Lösung sind ammoniumstabilisierte Düngungssysteme der SKW Piesteritz.
Bodenwasservorräte im Winter nicht überall aufgefüllt
Aktuell ist der Oberboden in den meisten Regionen nach der Schneeschmelze noch wassergesättigt und nicht befahrbar. Dadurch könnte der Eindruck entstehen, der Bodenwasservorrat sei für den Vegetationsstart auch in tieferen Schichten aufgefüllt. Doch insbesondere in den klassischen Trockengebieten ist dies mangels Winterniederschlägen nicht der Fall, was im Bodenfeuchtemonitoring des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in Abbildung 1 zu erkennen ist.

Der SKW Piesteritz-eigene Versuchsstandort Cunnersdorf, nördlich von Leipzig, verzeichnete in den drei Monaten November bis Januar ein Niederschlagsdefizit von 60 Millimeter im Vergleich zum langjährigen Mittel. Hier startet man bereits jetzt mit ungünstigen Vorzeichen in die Saison, denn eine Auffüllung der Bodenwasservorräte des Unterbodens ist während der Vegetationsperiode äußerst unwahrscheinlich. Niederschlagsfreie Perioden im Frühsommer führen so schneller zu Trockenstress, weil die Reserve von unten fehlt.
Eine Überfahrt – beste Ergebnisse in Gerste und Roggen
Es gilt also, die Wasservorräte des Winters intelligent für die Düngung zu nutzen und Applikationen in Trockenperioden zu vermeiden. Die N-stabilisierte Düngung als Einmalgabe zu Wintergerste und Winterroggen oder die Start-N-Gabe zu Winterweizen kann schon zwei bis vier Wochen vor Vegetationsbeginn (VB) erfolgen. Die zu diesem Zeitpunkt an jedem Standort ausreichend vorhandene Bodenfeuchte fördert eine rasche Auflösung des Düngers und die anschließende Infiltration und Verteilung im Wurzelbereich. Dank dem in den ALZON®-Produkten enthaltenen Nitrifikationsinhibitor wird die Pflanze bedarfsgerecht ernährt, ohne dass Verluste durch Nitratverlagerung oder in Form von Lachgas befürchtet werden müssten.
Eine 5-jährige Versuchsserie in Wintergerste am Standort Cunnersdorf (Abbildung 2) lässt einen eindeutigen Schluss zur Terminwahl von Einmalgabenstrategien zu: je früher, desto besser.

Die Befahrbarkeit ist dabei natürlich vorausgesetzt und gesetzliche Vorgaben sind selbstverständlich ohnehin einzuhalten. Der Termin für die früheste Gabe lag in den Versuchen deshalb etwa Mitte Februar.
Immer wieder ist unter Praktikern die Befürchtung zu vernehmen, frühe Einmalgaben hätten Einbußen im Hektolitergewicht zur Folge. Die Ergebnisse der Exaktversuche zeigen allerdings stabile Werte über alle Varianten und Jahre.
Stickstoff und Schwefel gehören zusammen
Bei der Düngung von Getreide muss eine ausreichende Schwefelversorgung sichergestellt sein. Schon ein einziges Jahr ohne Schwefeldüngung lässt Ertragspotentiale liegen, wie Abbildung 3 erkennen lässt. Hier handelt es sich um eine Versuchsserie aus Exaktversuchen, welche (anders als statische Dauerversuche) auf jährlich wechselnden Flächen angelegt wurden.

Als schwefelhaltiger konventioneller Feststoffdünger steht PIAMON® 33-S (12 Prozent Schwefel) zur Verfügung. Die Düngung von Wintergerste und -roggen erfolgt hier in zwei Gaben.
Wer die Vorteile der Einmalgabe mit der Schwefeldüngung kombinieren möchte, kann eine power-Mischung wie getreide-power® neo-N verwenden. Sie besteht aus ALZON® neo-Mplus (mit erhöhtem Nitrifikationsinhibitorgehalt) und PIAMON® 33-S. Mit 40 Prozent Stickstoff und fünf Prozent Schwefel ist die Mischung perfekt auf den Bedarf von Getreide abgestimmt.
Schnell gelesen
Schon zu diesem Zeitpunkt sind die Wasservorräte im Unterboden nicht an jedem Standort aufgefüllt. Es ist sinnvoll, die Düngung in Zeiten mit ausreichender Wasserversorgung vorzuziehen, den Dünger in den Boden zu bringen und damit die Erträge zu sichern. Als besonders effektiv hat sich dabei in Wintergerste und Winterroggen eine frühe ammoniumstabilisierte Einmalgabe mit Düngemitteln aus der ALZON®-Familie erwiesen. Mit stabilisierten power-Mischungen lassen sich die Vorteilswirkungen von Einmalgaben und Schwefeleffekten verbinden.
