Aktuelles vom Acker

Die letzten Getreideflächen wurden abgeerntet. Nun läuft die Aussaat von Raps und Zwischenfrüchten auf Hochtouren. Aktuell sind die allermeisten Flächen befahrbar, aber der nächste Regen ist schon angekündigt. Vor allem für den Winterraps wird es nun höchste Zeit in den Boden zu kommen.

Der Mais steht gut auf den Feldern. Die Abreife vor allem der späten Sorten wird sich aber noch etwas hinziehen.

Düngung

Eine bedarfsgerechte Herbstdüngung zu Winterraps ist durchaus überlegenswert und sinnvoll. Je nach Bodenzustand, Vorfrucht und Mineralisationsvermögen des Bodens kann es hier im Besonderen bei kühler Witterung im Herbst zu Engpässen bei der Stickstoffversorgung der Rapspflanzen kommen.

Es sollte jedoch auch darauf geachtet werden, dass die Bestände nicht zu üppig und überwachsen in den Winter gehen. Zu weit entwickelte Pflanzen könnten einen sehr strengen Winter nicht überstehen.

Sie sollten also die N-min Nachlieferung des Bodens berücksichtigen und dann, wenn nötig, am besten mit einer ammoniumbetonten Düngung ergänzen. Das Ammonium wird bei Niederschlägen im Herbst nicht in tiefere Bodenschichten verlagert, sondern bleibt im Wurzelraum der Pflanzen verfügbar. Außerdem nimmt die Pflanze davon selber nur so viel auf, wie sie benötigt. Für diese Art der Düngung eignen sich sowohl Ammonium-Dünger, wie auch Harnstoffe bestens.

Zu empfehlen sind hier entweder Gülle oder eine mineralische Düngung mit zum Beispiel PIAGRAN® pro als Flüssigdünger PIASAN® 28 oder wenn noch etwas Schwefel mit in die Mischung soll zum Beispiel auch ein PIAMON® 33-S.

Es sollte jedoch auf keinen Fall über Bedarf und immer nach den Vorgaben der Düngeverordnung gedüngt werden. In den roten Gebieten ist eine Düngung nur mit entsprechend niedrigen N-min Werten noch erlaubt. Da die Herbstdüngung im Frühjahr voll angerechnet werden muss, fällt jedes im Winter nicht von den Pflanzen aufgenommene und verloren gegangene Kilo Stickstoff ins Gewicht.