Dünger

Die Düngemaßnahmen sind für diese Saison größtenteils abgeschlossen. Letzte Ährengaben werden nur noch im späten Weizen appliziert. Aber auch dieser befindet sich größtenteils schon in BBCH 55 (Mitte Ährenschieben) bis 65 (Mitte Blüte).

Somit sollte die Düngung auch dort sehr zeitnah stattfinden. Das gute Wetter wird auch im Grünland für die Ernte genutzt. Da zuvor viele Flächen wegen Nässe nicht befahrbar waren, wird dabei größtenteils noch der erste Schnitt gemäht. Auch jetzt sind noch einige Flurschäden durch die Erntefahrzeuge zu erkennen. Da nahezu überall noch eine gute Wasserversorgung gegeben ist, sollte darauf geachtet werden, dass sich das Gras schnell wieder erholt und neue Biomasse für den nächsten Schnitt bilden kann. Insgesamt ist gutes Potenzial für den nächsten ertragreichen Schnitt vorhanden. Dazu gehört auch, das Gras mit scharfen Messern abzumähen. Dies spart nicht nur viel Kraftstoff ein. Glatte Schnittstellen verheilen schneller als aufgefaserte und die Pflanzen benötigen weniger Zeit und Nährstoffe, um sich zu erholen. Außerdem verliert die Pflanze an jeder Wunde Wasser und leicht lösliche Kohlenhydrate (Zucker), welche eigentlich zur Bildung neuer Blätter benötigt werden. Sobald die Schnittstellen verheilt sind (vor allem bei Flüssigdünger wichtig), sollten die Pflanzen mit einer entsprechenden Düngergabe im Wachstum unterstützt werden. Auch die Schnitthöhe spielt bei Grünland eine entscheidende Rolle. Eine Höhe von sieben bis acht Zentimeter ist meistens passend. Als Mineraldünger bieten sich PIAGRAN® pro oder schwefelhaltige Düngemittel wie PIAMON® 33-S sehr gut an. Aber auch flüssige Dünger wie PIASAN®-S 25/6 passen hervorragend auf das Grünland und schaffen beste Voraussetzungen für einen erfolgreichen zweiten Schnitt.

Wer nicht so oft düngen möchte, kann dieses mit stabilisierten Düngern wie ALZON® neo-N oder ALZON® flüssig-S 25/6 erreichen. Die Nitrifikationsinhibitoren sorgen dafür, dass mit einer Gabe höhere Mengen gedüngt werden können, die dann bedarfsgerecht von den Pflanzen aufgenommen werden. Somit können immer zwei Düngergaben zusammengefasst werden.

Pflanzenschutz

Das warme Wetter sorgt in Verbindung mit der überall in den Beständen noch vorhandenen Feuchtigkeit für einen zunehmend hohen Druck von Pilzen und Insekten. So zeigen einige Weizenbestände schon von weitem sichtbar einen Befall mit Gelbrost in den oberen Blattetagen. Bei einem Befall der oberen Blätter kann dies durchaus ertragswirksam sein.

Auch eine Infektion mit Fusarien sollte (vor allem bei anfälligen Sorten von Weizen und Triticale und entsprechenden Vorfrüchten wie Mais und Weizen) im Auge behalten werden. Wenn noch nicht erfolgt, kann die fungizide Abschlussbehandlung eventuell mit einer insektiziden kombiniert werden. Blattläuse und Getreidehähnchen breiten sich grade wieder aus. Bei einer Bekämpfung mit Insektiziden sollten jedoch immer die Schadschwellen bedacht werden, ab wann ein Befall ertragswirksam ist und ob eine Pflanzenschutzmaßnahme aus Sicht von Wirtschaftlichkeit und Umweltschutz vertretbar ist.