Liebe Leserinnen und Leser,

für das neue Jahr wünsche ich Ihnen alles erdenklich Gute.

Der Winter hat uns derzeit fest im Griff

Große Teile Nordbayerns sind von einer geschlossenen Schneedecke bedeckt. Die Ackerfrüchte haben den bisherigen Witterungsverlauf insgesamt gut überstanden. Zudem ist der Bodenwasservorrat bis in tiefere Bodenschichten aufgefüllt, sodass grundsätzlich gute Voraussetzungen für die kommende Vegetationsperiode bestehen. Allerdings kann eine hohe Wassersättigung des Bodens und der damit einhergehende Sauerstoffmangel negative Auswirkungen auf die verfügbaren Stickstoff- (Nmin) und Schwefelgehalte (Smin) haben.

Nährstoffverlagerung in tiefere Bodenschichten

Überschreitet die nutzbare Feldkapazität 100 Prozent, kann es zu Verlusten beziehungsweise zur Verlagerung von Nährstoffen in tiefere Bodenschichten kommen.

Davon sind vor allem mobile Nährstoffformen wie Nitratstickstoff und Sulfatschwefel betroffen.

Eine Nmin- und Smin-Beprobung vor der Ausbringung der ersten Stickstoff- und Schwefelgabe schafft Klarheit darüber, wie viel pflanzenverfügbarer Nährstoff noch im Boden vorhanden ist.

Erste Stickstoffgabe durch eigene Nmin-Probe optimal planen

Durch die getrennte Analyse der Bodenschichten 0 bis 30 cm und 30 bis 60 cm sowie bei entsprechender Wurzeltiefe von 60 bis 90 cm lässt sich die erste Stickstoffgabe gezielt und bedarfsgerecht gestalten.

Ein einfacher Spatenstich zur Beurteilung der Wurzelentwicklung liefert zusätzliche Hinweise auf die aktuell erschlossene Stickstoffmenge im Wurzelraum.

So lassen sich sowohl Nährstoffmangel als auch Luxuskonsum vermeiden und eine effiziente, pflanzengerechte Düngung sicherstellen.

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