Fachberater Westliches Niedersachsen

Mobil: +49 (0) 151 19568121
E-Mail:
harm-dirk.biebert@skwp.de
Kulturen haben den Winter gut überstanden
Wintergetreide, vor allem Frühsaaten oder Hybridsorten, ist gut entwickelt aus dem Winter gekommen. Eine hohe Anzahl an Trieben ist keine Seltenheit. Weizen und Roggen sind ebenfalls mehrheitlich gut entwickelt. Spätere Saattermine in der Marsch stehen aufgrund von erheblichen Pflanzenausfällen möglicherweise noch zum Umbruch an.

Plötzlich Düngewetter
Während die letzte Berichtswoche noch von Frost und Niederschlag geprägt war, hat sich die Witterung innerhalb von Tagen auf Frühlingswetter geändert. Starke Bestände an Wintergerste oder Winterroggen sollten vorerst nur mit Gülle bzw. einer tendenziell kleineren Gabe Stickstoff-Schwefel-Dünger angedüngt werden. Schwächer entwickelte Bestände und Spätsaaten an Winterroggen und Winterweizen müssen mit moderaten Mengen Stickstoff-Schwefel-Dünger wie z. B. PIASAN®-G 20/8 oder PIAMON® 33-S angedüngt werden. Sobald die Aufnahmefähigkeit der Böden gegeben ist sowie die erforderliche „Buchhaltung“ erledigt wurde, sollte mit den Maßnahmen begonnen werden.
Auf Stabilisierung nicht verzichten
Nitrifikationsinhibitoren und mit solchen ausgestattete Düngemittel sind im Markt gut verbreitet. In Regelmäßigkeit wird ohne fachliche Argumentation auf Basis von Befürchtungen vor „zu langsamer Wirkung“ oder „zu später Freisetzung“ gewarnt. Wird mit Nitrifikationsinhibitoren gearbeitet, so wird neben der Versicherung gegen Auswaschung oder Denitrifikation die vorteilhafte ammoniumbetonte Ernährung für die Kulturen erreicht. N-stabilisierte Düngesysteme sind dabei nicht langsamer oder lassen Kulturen wie den Raps, der jetzt Stickstoff braucht, nicht „hungern“. Zu Raps sollte die gesamte N-Menge aus einer Kombination aus Gülle, PIADIN® und der zu ergänzenden Menge Stickstoff und Schwefel zeitnah ausgebracht werden.
Aus der Region für die Region
Um dem Motto „individuell statt pauschal“ Rechnung zu tragen, unterhält die SKW Piesteritz ein großes Netzwerk an dezentralen Versuchsstandorten. Die Erfahrungen daraus fließen direkt in Empfehlungen ein. Zu diesem Zweck wurden in der Wildeshauser Geest Exaktversuche zur Prüfung unterschiedlicher Düngesysteme unter Berücksichtigung der ortsüblichen organischen Düngung angelegt.
