Der Mikronährstoff Bor darf nicht vergessen werden
Um die Bedürftigkeit zu kontrollieren schneidet man idealerweise eine Rapspflanze auf und prüft den Vegetationskegel. Ist dieser hohl beziehungsweise leicht bräunlich gefärbt, handelt es sich um Bormangel. Um Sieb- und Feinzellen zu produzieren ist Bor ein wichtiger Baustein. Warum ist Bor so ein wichtiges Spurenelement? Bor unterliegt der Auswaschung mit durchschnittlich 150 g im Jahr und Gülle mit nur 2 g/m3 deckt den Düngungsbedarf nicht ab. Raps, Rübe und Mais als Bor liebende Früchte entziehen ca. 400 bis 500 g Bor pro Jahr. Somit sollte mit Bor-Einzeldünger beziehungsweise mit gut aufgeladenen Mehrnährstoffdünger gearbeitet werden, um auch die ausreichende Konzentration auf das Feld zu bringen.
Gülle besser nutzen?

In dieser Woche wurde sehr viel zu PIADIN® nachgefragt. Um die Befahrbarkeit der Böden zu testen, sollte vor der Gülleausbringung eine Spatenprobe gemacht werden. Einen Spatenhub ausstechen und umlegen. Ist in dieser Tiefe ein leicht trockener Ball zu formen, kann man mit dem Güllefass ins Feld. So ist die Befahrbarkeit gegeben und es besteht die Möglichkeit, schon Gülle auszubringen. Zum jetzigen Zeitpunkt sollten unbedingt fünf bis sechs Liter pro Hektar PIADIN® Aufwandmenge verwendet werden, um die Wirkungssicherheit zu gewähren. Zu Vegetationsbeginn sind Stickstofffrachten mit bis zu 170 Kilogramm gesamt Stickstoff-Gülle pro Hektar möglich. Es ist im Getreide immer wichtig zur Gülledüngung noch eine mineralische Stickstoff-Schwefel-Ergänzung zu fahren.
In Mais ist erst ab 1. März eine Gülledüngung möglich
Im Text auf der LfL Bayern Homepage heißt es:
Erste Düngung nach Sperrfristende
Bei der Düngung sind Standortbedingungen zu berücksichtigen. Aufbringungszeitpunkt und -menge sind so zu wählen, dass verfügbare oder verfügbar werdende Nährstoffe den Pflanzen zeitgerecht in einer, dem Nährstoffbedarf der Pflanzen entsprechenden Menge, zur Verfügung stehen und Einträge in oberirdische Gewässer und das Grundwasser vermieden werden (DüV §3 (1).
Zeitgerechte Düngung mit Gülle, Gärresten und Kartoffelfruchtwasserkonzentrat:
- zu Getreide, Zuckerrüben, Kartoffeln und sonstige nicht genannte im Frühjahr ab 1. Februar
- zu Mais im Frühjahr ab 15. März
- bei Zugabe Nitrifikationsinhibitor ab 1. März
- zu grüner Zwischenfrucht ab 1. Februar (mit nachfolgender Kultur mit Düngebedarf)
Mein Tipp
Es wird trocken, man sollte die Befahrbarkeit der Flächen ausnutzen und mit stabilisierten Stickstoffsystemen arbeiten.


