Fachberater Südliches Bayern, Österreich

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Beste Vorrausetzungen zur Gülleausbringung
Durch die aktuell trockene Witterung, konnte man diese Woche in vielen Regionen Gülle auf Maisäcker ausbringen. Es ist sehr wichtig die Gülle einzuarbeiten. Denn die Ammoniakverluste können nach der Aufbringung organischer Dünger ohne Einarbeitung auch bei niedrigen Temperaturen sehr stark schwanken und mit einem Verlust bis zu 50 Prozent des aufgebrachten Ammoniums sehr hoch sein. Die Nitrifikationsinhibitoren wirken nur im durchwurzelbaren Horizont und haben keinen großen Einfluss auf die Ammoniakverluste ohne Einarbeitung. Wichtig ist, dass die Mindestmengen des Stabilisators nicht unterschritten wird. Dies bedeutet mindestens 5 l/ha PIADIN® oder 1,75 dt/ha ALZON® neo-N. Es ist auch eine Kombination der beiden Produkte möglich, mit jeweils mindestens 50 Prozent der angegebenen Dosierung.
Immer die Befahrbarkeit prüfen


Um die Befahrbarkeit der Böden zu testen sollte vor der Gülleausbringung eine Spatenprobe gemacht werden. Dazu einfach einen Spatenhub ausstechen und umlegen. Ist in dieser Tiefe ein leicht trockener Ball zu formen, kann man mit dem Güllefass ins Feld. So ist die Befahrbarkeit gegeben und es besteht die Möglichkeit schon Gülle auszubringen. Zum jetzigen Zeitpunkt sollten unbedingt 5 Liter pro Hektar PIADIN® Aufwandmenge verwendet werden, um die Wirkungssicherheit zu gewährleisten. Es sind Stickstofffrachten zu Vegetationsbeginn mit bis zu 170 Kilogramm Gesamtstickstoff in Gülle pro Hektar möglich.
Reihendüngung zur Maisaussaat
Es ist bei der Maisaussaat von sehr hohen Stickstoffmengen in der Reihendüngung abzuraten. Bei Stickstoffmengen über 100 kg/ha N in der Reihe, konzentriert sich das Maiswurzelwachstum auf das Düngerband. Ist dies aufgebraucht, müssen sich die Wurzeln erst den restlichen Boden erschließen. Das bedeutet: Wenn der Mais an der Wurzel wächst, bleibt er oben stehen. Darum reichen in der Regel bis zu 40 kg/ha N in der Reihe. Was auch oft nicht berücksichtigt wird, ist der regional ausbleibende Regen. Ist die Wurzel nur oberflächlich entwickelt kann hier das Wasser oft zum entscheidenden Ertragsfaktor werden. Darum ist im Mais eine stabilisierte Stickstoffdüngung zu favorisieren. Allein die ammoniumbetonte Düngung fördert das Wurzelwachstum im Besonderen und man braucht hier keine Bodenhilfsstoffe.

