Blick auf die Felder

In den nördlichen Teilen des Beratungsgebietes war zu Beginn der Berichtswoche noch eine geschlossene Schneedecke. Warme Temperaturen und Niederschläge haben dazu geführt, dass sämtliche weiße Pracht in Wasser verwandelt wurde. Düngungsmaßnahmen sind aus Gründen der Wassersättigung nicht gefahren worden. Selbst in wärmeren Regionen im westlichen Teil meines Gebietes liegt die Bodentemperatur bei 4 °C und somit weiterhin in der Vegetationsruhe.

Aufgrund der Kälte können verfärbte Rapspflanzen auftreten ein Nährstoffmangel sollte aber dennoch ausgeschlossen werden. Gerste hat sich vielerorts stärker verfärbt. Ursachen sind hier oft Mg-Mangel, Verdichtungen oder auch ungünstige Bedingungen bei den Pflanzenschutzmaßnahmen im Herbst.

Anwendung von Flüssigdüngemitteln

Wie in der vergangenen Woche angekündigt, möchte ich auf die Ausbringung von Flüssigdüngemitteln eingehen. Sobald die Beschaffenheit des Ackers und die DüV es zulassen, könnte man Düngemittel ausbringen. Bei einer Gefahr von Wechselfrösten ist aber Vorsicht geboten. Auch mit Flüssigdüngerdüsen ist gerade beim Raps, aufgrund der großen Blattfläche davon abzuraten, um Verbrennungen vorzubeugen. Zu den ersten Düngegaben empfiehlt es sich Flüssigdüngerdüsen zu verwenden. Grundsätzlich gilt nicht bei praller Sonne und auch nicht bei Temperaturen höher 25 °C zu fahren. Auf eine ausreichende Wachsschicht ist ebenso zu achten. Sehr wichtig ist die Qualität der Düngemittel, sie zeichnen sich durch einen neutralen pH-Wert und vor allem durch eine sehr hohe Oberflächenspannung aus, damit der Dünger vom Blatt abrollt.

Bei der Düsenwahl haben sich Flüssigdüngerdüsen wie eine Mehrloch- oder die FD-Düse bewährt, da bei einer PSM-Düse selbst bei geringerem Druck immer ein Feinanteil aufs Blatt gesprüht wird. Dies könnte zu Pflanzenschädigungen führen.

Termine

19. Februar 2026 – Fachtagung des Raiffeisen Waren GmbH Alsfeld – Kirchhain in der Stadthalle Alsfeld