Blick auf die Felder

Die Düngung hat in allen Regionen begonnen. Die Bedingungen sind in der Regel gut. Deutliche Unterschiede gibt es in der Vegetation. Im westlichen und südlichen Teil des Beratungsgebietes werden teilweise Bodentemperaturen von 8 °C erreicht bis hin zu lediglich 4 °C in manchen Höhenlagen.

Bei Früh- und Normalsaaten sind gute bis sehr gute Wurzelentwicklungen zu beobachten. Neben Raps und Gerste wird aufgrund von fehlendem Niederschlag in den Prognosen auch der Winterweizen bereits gestreut. Harnstoff hat den Vorteil, dass er sich bereits bei starkem Tau löst.

Flüssigdüngung

Aus gegebenem Anlass möchte ich auf die Ausbringung von Flüssigdüngemitteln eingehen. Obacht bei Wechselfrösten. In einigen Gebieten sind leichte Nachtfröste zu verzeichnen. Bei negativen Temperaturen von nicht mehr als 1 bis 2 °C kann gefahren werden, sobald die Bestände trocken sind. Laut Vorhersage verringern sich in den kommenden Tagen aber die großen Unterschiede zwischen Tag und Nacht und die Fröste verschwinden.

Beim Raps können aufgrund der größeren Angriffsfläche des Blattapparates Verbrennungen auftreten. Sobald das Längenwachstum beginnt ist darauf zu achten das die Knospe noch geschlossen ist. Eine Flüssigdüngung ist dann noch maximal mit Schleppschläuchen möglich.

Verbrennungen treten immer dann auf, wenn das Mischungsverhältnis von Wasser zu Flüssigdünger geringer als 1 zu 4 oder 3 ist. Solange die Bestände feucht sind tritt dieser Fall ein.

Sehr wichtig ist die Qualität der Düngemittel, sie zeichnen sich durch einen neutralen pH-Wert und vor allem durch eine sehr hohe Oberflächenspannung aus, damit der Dünger vom Blatt abrollt. 90 bis 95 Prozent der Düngung erfolgt auch bei Flüssigdünger über den Boden.

Bei der Düsenwahl haben sich Flüssigdüngerdüsen wie eine Mehrloch oder die FD-Düse bewährt, da bei einer PSM-Düse selbst bei geringerem Druck immer ein Feinanteil aufs Blatt gesprüht wird und dieser zu Pflanzenschädigungen führen könnte.