Blick ins Feld

Das Wetter ermöglicht den Start weiterer Feldarbeiten. Erste Flächen trocknen oberflächlich so weit ab, dass dort erste Bearbeitungsgänge möglich werden. Achten Sie jedoch auf eine angepasste Bearbeitungstiefe und testen Sie vorher die Bodenfeuchte gegebenenfalls mittels Spatenprobe. Eine zu frühe und womöglich zu tiefe Bodenbearbeitung kann Schmierschichten und unnötig grobe Kluten erzeugen. Dies erschwert die Wachstumsbedingungen der Sommerungen und lässt unter den aktuellen Wetterbedingungen nur unnötig Wasser verdunsten.

Pflanzenschutz mit Düngung zusammen?

Die Kombination aus Pflanzenschutz und Flüssigdüngung ist in den meisten Fällen nicht möglich. Hierbei ergibt sich in der Regel ein Zielkonflikt. Bei der Pflanzenschutzanwendung sollen die Tropfen, sofern es keine Bodenherbizide sind, die Pflanze benetzen. So können die Mittel über den Blattapparat und Stängel aufgenommen werden und ihre Wirkung entfalten. Mit dem Ausbringen von Flüssigdünger sollen die Tropfen hingegen vom Blatt abrollen und auf den Boden abtropfen. So kann der Dünger über das Wurzelsystem aufgenommen werden und mögliche Schäden durch Verätzungen vermieden werden. In der grafischen Darstellung lässt sich erkennen, dass die Tropfen mit einer durchschnittlichen Größe von 0,3 Millimetern vom Blatt abrollen (Flüssigdüngeranwendung), während die Tropfen mit einer durchschnittlichen Größe von 0,1 bis 0,3 Millimetern, die Pflanze benetzen (Pflanzenschutzanwendung). Die Tropfen, die kleiner als 0,1 Millimeter sind, driften hingegen ab. Erreicht werden kann dies über die passende Düsenwahl und den passenden Druck.

So sollten für die Flüssigdüngerausbringung entsprechende Flüssigdüngerdüsen oder Mehrlochdüsen und für die Pflanzenschutzapplikation Flachstrahl- oder Doppelflachstrahldüsen verwendet werden. Für eine jeweils erfolgreiche Applikation ist es also in der Regel notwendig die Maßnahmen zu splitten und nicht gemeinsam zu fahren.

Mein Tipp

Kontrollieren Sie bei dem weiter frühlingshaften Wetter in regelmäßigen Abständen weiter die Gelbschalen, sodass eine mögliche Anschlussspritzung nicht verpasst wird.