Blick ins Feld

Die Düngesaison hat nun endgültig begonnen. Viele Flächen sind mittlerweile befahrbar und weitere werden es spätestens in der kommenden Woche sein – schließlich ist kein Niederschlag in Sicht. Es ist anzuraten die Tage zur Düngerausbringung zu verwenden, um die Feuchtigkeit in der oberen Bodenschicht so gut es geht auszunutzen. Reißt die Feuchtigkeit in der oberen Bodenschicht in den kommenden Wochen ab, wird es schwierig, die Nährstoffe für die Winterungen rechtzeitig in den Boden zu bekommen.

Flüssigdünger? Genau bis an den Rand!

Eine Flüssigdüngung kann unter richtigem Einsatz vorteilhaft gegenüber dem Einsatz von Granulat sein. Insbesondere die Verteilgenauigkeit auf dem Niveau einer Pflanzenschutzmittelapplikation sorgt dafür, dass der Dünger auch wirklich nur dahin gelangt, wo er auch hin soll. Durch die Modernisierung der Pflanzenschutztechnik liegt in vielen Betrieben mittlerweile auch hier die Schlagkraft nicht mehr weit hinter dem eines Schleuderstreuers.

Dennoch gibt es bei dem Einsatz von Flüssigdünger ein paar grundlegende Dinge zu beachten:

  • Ausbringung nur pur oder im Verhältnis 4 zu 1 (vier Teile Wasser, ein Teil Dünger)
  • Keine Ausbringung bei Temperaturen über 25 °C
  • Ausbringung bei starker Sonneneinstrahlung vermeiden (insbesondere im weiteren Vegetationsverlauf, wenn mehr junges, empfindliches Pflanzengewebe vorhanden ist)
  • Bestände sollten weitestgehend abgetrocknet sein
  • Auf ausreichende Wachsschicht achten
  • Verwendung geeigneter Düsen (bspw. FD-Düse), ab BBCH 37 Schleppschläuche
  • Ausreichend Abstand zur Applikation von Fungiziden (ca. sieben Tage Abstand der Anwendungen)
  • Bei Mischungen Flüssigdünger als letztes mit in die Spritze geben

Unter der Beachtung dieser Punkte lassen sich Flüssigdünger weitestgehend sicher und pflanzenverträglich anwenden. Achten Sie bei dem Flüssigdünger auf die Qualität, dann hat der Dünger eine hohe Oberflächenspannung und die Tropfen rollen – vorausgesetzt mit der richtigen Düse ausgebracht – vom Blatt ab. Des Weiteren befindet sich der pH-Wert nahezu im neutralen Bereich. So werden Verätzungen vermieden und einer erfolgreichen Düngungsmaßnahme genau bis an den Rand steht nichts mehr im Wege.

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