Fachberater Östliches Niedersachsen

Gerrit Wilmsen
Östliches Niedersachsen

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Blick ins Feld

Das Wetter dreht wieder eine Runde zurück – es wird wieder kälter. Nachdem es vergangene Woche einen leichten Temperaturanstieg gegeben hat und der Schnee auf den Feldern ziemlich schnell dahingeschmolzen ist, sind die Temperaturen zum Wochenende wieder gefallen und leichter Frost hat erneut Einzug erhalten. Auch wenn die Temperaturen nun wieder leicht steigen sollen, so ist der Boden noch kalt und der Vegetationsstart verschiebt sich weiterhin.

Wirft man einen Blick auf die Bodenfeuchte so trügt der aktuelle Schein jedoch etwas. Lassen sich in Senken eventuell leichte Pfützenbildungen erkennen, ist das oft nur auf das rasche Abschmelzen vom Schnee und den teils noch gefrorenen Boden zurückzuführen. Die Bodenfeuchtegrafik vom DWD zeigt hier ein anderes Zeichen. Im östlichen Niedersachsen teilt es sich in Nord und Süd auf: Während im südlichen Teil die nutzbare Feldkapazität im durchwurzelten Raum unter Winterweizen um 120 Prozent liegt, somit wassergesättigt ist, erreichen die Werte in der Nordhälfte lediglich etwa 90 Prozent.

Betrachtet man die Bodenfeuchte unter Gras am Standort Göttingen im Jahresvergleich fällt auf, dass dieses Jahr seit Jahresbeginn unter dem Mittel der Jahre 1991 bis 2020 liegt und nur knapp im mittleren Bereich desselben Betrachtungszeitraums.

Es ist also definitiv nicht zu viel Bodenfeuchte vorhanden und die Reserven aktuell nicht zu üppig. Für den Düngestart bedeutet dies, das noch vorhandene Wasser zu nutzen und den Dünger pflanzengerecht zur Verfügung zu stellen. Mit einer stabilisierten Düngung lassen sich beispielsweise erste und zweite Düngergabe zusammenfassen und somit das Wasser noch sehr gut für eine entsprechende Verteilung im Boden – ohne mögliche Verluste – nutzen.

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