Schwefel – ein unverzichtbarer Nährstoffpartner

Die bisherigen Niederschläge im Winter reichten nicht aus, um die Bodenwasservorräte bis in tiefere Schichten vollständig aufzufüllen. Durch die einsetzende Schneeschmelze und weitere Niederschläge sind die Böden in Nordbayern inzwischen jedoch weitgehend wassergesättigt. Unter diesen Bedingungen kommt es zu einer Verlagerung von Nährstoffen aus den oberen in tiefere Bodenschichten. Besonders betroffen sind leicht bewegliche Nährstoffe wie pflanzenverfügbarer Sulfatschwefel (Smin). Auf leichten und flachgründigen Standorten ist das Risiko der Auswaschung besonders hoch. Im Boden liegt Schwefel überwiegend in organisch gebundener Form vor. In Ackerböden befinden sich etwa 1.000 bis 1.400 kg S/ha, im Grünland rund 2.000 kg S/ha. Durch Mineralisation werden jährlich etwa 10 bis 40 kg S/ha freigesetzt – vor allem bei steigenden Bodentemperaturen ab April. Pflanzen nehmen Schwefel hauptsächlich als Sulfat-Ion auf. Daher ist die mineralische Ergänzungsdüngung mit einem sulfathaltigen Schwefeldünger zur ersten N-Gabe essenziell. Sulfat ist – ähnlich wie Nitrat – sehr mobil und besonders in den Herbst- und Wintermonaten auswaschungsgefährdet. Eine Vorratsdüngung ist deshalb nicht sinnvoll.
Schwefelversorgung im Blick behalten


Eine bedarfsgerechte Schwefelversorgung ist entscheidend für hohe Erträge und Qualitäten. Bei Schwefelmangel ist die Aktivität der Nitritreduktase in der Pflanze eingeschränkt. Dadurch kann aufgenommenes Nitrat nicht ausreichend in Aminosäuren beziehungsweise Protein umgewandelt werden.

Je nach Kultur variiert der Schwefelbedarf. Das N/S-Verhältnis in der Pflanze dient als gute Orientierung für die Bemessung der Düngung.

Winterraps beispielsweise weist ein Verhältnis von 5 zu 1 auf. Das bedeutet: Auf 5 kg Stickstoff sollte mindestens 1 kg Schwefel ausgebracht werden. Für die anstehende erste Düngergabe eignen sich besonders schwefelhaltige Düngemittel wie PIAMON® 33-S oder raps-power® neo-N.
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