Streugerät rechtzeitig kontrollieren
In knapp zwei Wochen endet die Sperrfrist für die Ausbringung stickstoffhaltiger Düngemittel. Um für einen frühen Start in die Düngesaison gut vorbereitet zu sein, sollten bereits jetzt wichtige Vorbereitungen getroffen werden. Dazu zählt insbesondere eine gründliche technische Überprüfung des Streugeräts. Kontrolliert werden sollten alle Bauteile, die für eine gleichmäßige, verlustarme und präzise Ausbringung verantwortlich sind. Eine zentrale Rolle spielen dabei die Streuschaufeln, Rohransätze sowie die Dosier- und Schiebermechanik der Maschine. Auch Lager, Antriebselemente und die Zapfwelle sollten auf Verschleiß und Leichtgängigkeit geprüft werden. Abgenutzte, verbogene oder korrodierte Teile sind unbedingt zu ersetzen, um Streufehler und ungleichmäßige Nährstoffverteilung zu vermeiden.
Auf den richtigen Anbau achten
Ein gleichmäßiges und exaktes Streubild ist nur bei einem sachgemäßen Anbau des Streugeräts gewährleistet. Entscheidend sind dabei die korrekte Arbeitshöhe, eine waagerechte Ausrichtung der Maschine sowie die Einhaltung der vorgeschriebenen Zapfwellendrehzahl. Die entsprechenden Vorgaben sind der Betriebsanleitung des Herstellers zu entnehmen. Darüber hinaus sollte der Reifendruck des Trägerfahrzeugs kontrolliert werden, da Abweichungen die Arbeitshöhe verändern und sich negativ auf die Querverteilung auswirken können. Ebenso ist darauf zu achten, dass die eingesetzten Streuschaufeln auf den jeweiligen Düngertyp abgestimmt sind und der Dünger eine gleichmäßige Qualität in Bezug auf Korngröße, Kornstabilität und Feuchte aufweist.
Hochwertige Düngemittel wie beispielsweise ALZON® neo-N oder PIAMON® 33-S bieten hierfür optimale Voraussetzungen und unterstützen eine präzise sowie verlustarme Ausbringung.
Maschine richtig einstellen und kontrollieren
Im nächsten Schritt wird das Streugerät auf das auszubringende Düngemittel und die gewünschte Nährstoffmenge eingestellt. Hierfür stehen Einstelltabellen und digitale Anwendungen der jeweiligen Hersteller zur Verfügung. Diese Einstellwerte dienen jedoch lediglich als Richtwerte, da sich Düngemittelchargen in ihren physikalischen Eigenschaften unterscheiden können. Aus diesem Grund sollte die tatsächliche Ausbringmenge durch eine Abdrehprobe überprüft und gegebenenfalls korrigiert werden. Bei Maschinen mit integrierten Wiege- oder Sensorsystemen entfällt dieser Arbeitsschritt, dennoch ist eine Plausibilitätskontrolle empfehlenswert.
Zusätzlich ist das Streubild mithilfe von Streuschalen zu kontrollieren, um eine gleichmäßige Querverteilung sicherzustellen und Über- oder Unterdosierungen zu vermeiden. Besonders an Feldrändern ist auf eine korrekte Einstellung der Grenz- und Randstreueinrichtungen zu achten, um Nährstoffverluste und Umweltbelastungen zu minimieren. Auch wenn diese Maßnahmen etwas Zeit in Anspruch nehmen, sind sie unerlässlich. Eine präzise Düngerausbringung steigert die Nährstoffeffizienz, schont Umwelt und Geldbeutel und bildet die Grundlage für einen erfolgreichen Pflanzenbau.



