Flüssigdüngung und Grünland, passt das zusammen?

Die Flüssigdüngung ist in den Ackerkulturen seit vielen Jahrzehnten angekommen. Hier steht sie für ein exaktes und randgenaues Ausbringverfahren. Eine weitere Besonderheit ist die Düngewirkung über Boden und Blatt.

In Grünland und Ackerfutter hingegen ist sie noch nicht so weit verbreitet und trifft oft auf Zurückhaltung. Zu Unrecht, denn auch hier kann sie mit den gleichen Vorteilen wie im Ackerbau punkten.

Bei der Anwendung gelten die gleichen Grundsätze wie in Getreide. Hinzu kommt lediglich, dass nach der Mahd auf das Verheilen der Schnittwunden geachtet werden muss. In der Regel dauert das drei Tage.

Grundsätze für den Einsatz von Flüssigdüngern in Grünland und Ackergras

  • Nicht auf feuchte Bestände
  • Keine pralle Sonne und keine Temperaturen über 25 °C
  • Wachsschicht muss ausgebildet sein
  • Pur sehr gut pflanzenverträglich
  • Verdünnung mit Wasser mindestens im Verhältnis 1 zu 4
  • Kein starker Wind – Blätter dürfen nicht aneinander reiben
  • Vor der Düngung darauf achten, dass die Schnittwunden der Blätter nach der letzten Mahd verheilt sind. Drei Tage Wartezeit einhalten.

Düngestrategien mit Flüssigdüngern in Grünland und Ackerfutter

Wie bei den granulierten Düngern unterscheidet man bei der Anwendung von Flüssigdüngern in Grünland und Ackerfutter zwischen der traditionellen und stabilisierten Düngung.

Bei der traditionellen Düngung mit zum Beispiel PIASAN®-S 25/6 wird die Gesamtstickstoffmenge auf mehrere Teilgaben verteilt, insbesondere zu Vegetationsbeginn und nach den jeweiligen Nutzungen, um die N-Effizienz zu erhöhen und Verluste zu minimieren.

Ammoniumstabilisierte Dünger wie ALZON® flüssig-S 25/6 ermöglichen eine Gabenzusammenlegung und können so über einen längeren Zeitraum den Bestand mit Stickstoff versorgen.