Bedarfsgerechte Stickstoffversorgung von Silo- und Körnermais mit organischen Düngern


Der Einsatz organischer Dünger im Silo- und Körnermaisanbau bringt zahlreiche Vorteile mit sich. Mais stellt hohe Anforderungen an die Bodenstruktur. Durch organische Dünger wird dem Boden zusätzliche organische Substanz zugeführt, was zu einer Verbesserung der Bodenstruktur beiträgt. Zudem werden die meist günstigen Mineralisationsbedingungen während der Hauptbedarfsphase des Maises optimal genutzt, sodass die organische Substanz effektiv umgesetzt werden kann. Mit moderner Technik wie dem Strip-Till-Verfahren kann Gülle gezielt in unmittelbarer Nähe der Wurzeln abgelegt werden. Dadurch wird eine hohe Nährstoffeffizienz erreicht, insbesondere beim schwer beweglichen Phosphat. Auf diese Weise lässt sich der Einsatz mineralischer Dünger deutlich reduzieren oder teilweise sogar ganz vermeiden.
Der Großteil der organischen Düngung im Silo- und Körnermaisanbau erfolgt bereits vor der Aussaat. Da zwischen der Düngung und dem Zeitpunkt des höchsten Nährstoffbedarfs der Pflanzen ein längerer Zeitraum liegt, besteht ein erhöhtes Risiko für Stickstoffverluste in Form von Nitrat.
Stickstoffwirkung bei organischen Düngern optimieren
Der Einsatz eines Nitrifikationshemmers wie PIADIN® kann dazu beitragen, die Stickstoffdüngung effizienter zu gestalten. Der Stickstoff bleibt dabei im Wurzelbereich in der Ammoniumform stabilisiert, wodurch das Risiko von Stickstoffverlusten deutlich sinkt. PIADIN® verlangsamt die Umwandlung von Ammonium zu Nitrat, verhindert sie jedoch nicht vollständig. Dadurch steht der Pflanze jederzeit sowohl Ammonium- als auch Nitratstickstoff bedarfsgerecht zur Verfügung. Dies führt zu höheren Erträgen und damit auch zu größeren Stickstoffentzügen.
Einfluss auf die Wurzelentwicklung

Eine ammoniumbetonte Ernährung in der frühen Entwicklungsphase des Maises fördert deutlich die Bildung von Seitenwurzeln. Dadurch verbessert sich für die Pflanze sowohl die Wasseraufnahme als auch die Aufnahme von Nährstoffen. Gleichzeitig führt eine ammoniumbetonte Ernährung zu einer Absenkung des pH-Wertes in der Rhizosphäre, also im unmittelbaren wurzelnahen Bereich von etwa drei Millimetern. Infolgedessen wird die Aufnahme von Phosphat sowie von Spurennährstoffen wie Eisen (Fe), Mangan (Mn), Zink (Zn) und Kupfer (Cu) erhöht.
Dosierung von PIADIN®


PIADIN® kann mit allen organischen Düngern kombiniert werden, die hohe Anteile an Ammoniumstickstoff enthalten oder bei denen der Stickstoff schnell mineralisiert wird. Dazu zählen beispielsweise Gülle, Biogasgärreste, Jauche oder Hühnertrockenkot. Optimal ist es, PIADIN® direkt zusammen mit der Gülle oder dem Gärrest auszubringen. Die Beimischung des Wirkstoffs in den organischen Dünger kann auf verschiedene Arten erfolgen, beispielsweise über den Entlüftungshahn oder mithilfe einer Dosieranlage.
