Stickstoffdüngung von Grünland an Nutzungsintensität anpassen

Für viele landwirtschaftliche Betriebe stellt das Grünland einen wichtigen Grundfutterlieferanten für die Tierernährung dar. Aus ökonomischen Gesichtspunkten ist die Bewirtschaftung von Grünland meist nicht mehr auf Höchsterträge ausgerichtet, sondern eher auf eine standort- und nutzungsangepasste Bewirtschaftung.
Dementsprechend sollte bei der Stickstoffdüngung die Nutzungsintensität – also Anzahl der Schnitte bzw. Beweidungsgänge – sowie das Ertragspotenzial des Standortes konsequent berücksichtigt werden. Maßgeblich sind dabei Ertragserwartung, Anteil wertvoller Gräser und Leguminosen im Bestand sowie die Nachlieferung aus dem Boden. Grundsätzlich steigt mit zunehmender Schnittzahl der Nährstoffentzug deutlich an. Intensiv genutztes Grünland mit drei bis fünf Nutzungen pro Jahr benötigt eine deutlich höhere und vor allem zeitlich angepasste Stickstoffgabe als extensiv bewirtschaftete Flächen. Dabei sollte bei der traditionellen Düngung die Gesamtstickstoffmenge auf mehrere Teilgaben verteilt werden, insbesondere zu Vegetationsbeginn und nach den jeweiligen Nutzungen, um die N-Effizienz zu erhöhen und Verluste zu minimieren.
Ammoniumstabilisierte Dünger wie ALZON® neo-N hingegen ermöglichen eine Gabenzusammenlegung und können so über einen längeren Zeitraum den Bestand mit Stickstoff versorgen.


Auch Grünland braucht Schwefel
Neben Stickstoff ist auf eine ausreichende Versorgung mit Schwefel zu achten. Schwefel ist für die Eiweißbildung essenziell und verbessert die Stickstoffausnutzung. Ein ausgewogenes Stickstoff-Schwefel-Verhältnis unterstützt leistungsfähige Gräserbestände und fördert stabile Erträge bei guter Futterqualität.
Je nach Kleeanteil bewegt sich der Schwefelbedarf im Jahr bei circa 20 bis 30 kg/ha. Da bei Gülle der Großteil vom Schwefel in organischer Form gebunden ist, sollte besonders zum ersten Schnitt die Versorgung in wasserlöslicher Form erfolgen – zum Beispiel mit PIAMON® 33-S.
