Wenig Regen im März

Auch wenn die Freude über den Fortschritt der Feldarbeiten groß ist, so könnte es auch mal wieder 20 mm regnen. Die zeitigen Frühjahreskulturen wie Hafer oder Leguminosen sind im Boden. Die Düngearbeiten der ersten Runde sind beendet. Derzeit konzentriert sich die Arbeit vor allem auf die Ausbringung von Wirtschaftsdüngern zu Mais. Es wäre daher Zeit für ein paar Tage ohne Ackerarbeiten. Die gerade anspringende Vegetation verbraucht derzeit aber nahezu kein Wasser aus dem Boden, da die Temperaturen noch niedrig sind. Es gibt also keinen Grund zur Sorge, die meisten Standorte sind noch sehr frisch.

Raps befindet sich in der Streckung. Auf vielen Standorten ist die Applikation von Bor zu wiederholen. In Abhängigkeit von Sorte und langjähriger Wirtschaftsdüngung ist auch an die Wachstumsregulation zu denken, Frostrisse können so ebenso versiegelt werden. Auf den meisten Standorten wurde eine Insektizidbehandlung gegen Rüssler durchgeführt.

Das Getreide zeigt erste neue Wurzeln und der Farbumschlag nach der Düngung ist gut sichtbar. Es werden Nachbehandlungen gegen Schadgräser folgen. Die Wachstumsregulation kann geplant werden, sollte aber nicht vor BBCH 31 gefahren werden. Hier sind auch Kombinationen mit Mikronährstoffen möglich, da eine gute Benetzung der Blätter für beide Verfahren unumgänglich ist. Eine Kombination mit Flüssigdünger kann nicht freigegeben werden, weil Kombinationen mit Wachstumsreglern meistens herbe Nebenwirkungen haben. Des Weiteren sollte Flüssigdünger (AHL) nicht in hohen Mengen (> 10 kg N/ha) über das Blatt verabreicht werden. AHL sollte idealerweise mit einer Flüssigdüngerdüse ausgebracht werden, damit wird sichergestellt, dass die Tropfen möglichst groß sind und vom Blatt auf den Boden rollen und über den Bodenpuffer zur Wirkung kommen.