Auf geht’s! – Die Düngesaison 2026 hat begonnen
Der Januar war deutlich kälter als wir es in den vergangenen Jahren gewohnt waren. Es gab längere Phasen mit Frost und vollständiger Vegetationsruhe, die sich bis in den Februar hinein fortsetzten. Inzwischen sind die Temperaturen deutlich milder. Zumindest in den niederen Lagen sind die Böden vollständig aufgetaut und das Pflanzenwachstum setzt wieder ein. Der Regen und die stark wassergesättigten Böden schränken die Befahrbarkeit jedoch weiterhin stark ein.

Am 31. Januar endete die gesetzliche Sperrfrist zur Ausbringung von Düngern auf Acker- und Grünland. Das heißt ab Anfang Februar darf wieder gedüngt werden. Dies umfasst Mineraldünger, egal ob flüssig oder granuliert sowie organische Dünger mit wesentlichem N- und/ oder P-Gehalt. Die Düngung muss jedoch unter der Einhaltung der guten fachlichen Praxis, den geltenden Rechtsgrundlagen – wie der Düngeverordnung – und gültigen regionalen Verordnungen und Bestimmungen erfolgen.
Was ist bei der Ausbringung von Düngern zu beachten?
- Ermittlung des Düngebedarfs vor den Düngemaßnahmen (Hinweise und Berechnungsvorlagen finden Sie hier.)
- Dokumentation der im Boden verfügbaren Nährstoffmengen (Bodenuntersuchung/Nmin-Richtwerte)
- Der Boden muss aufnahmefähig sein: Generelles Aufbringverbot bei überschwemmten, wassergesättigten, gefrorenen und/oder schneebedecktem Boden
- Einhaltung von Abständen zu Gewässern
- Regelkonforme Ausbringtechnik und evtl. Einarbeitungsfristen, insbesondere bei Wirtschaftsdüngern
Lokal können auch abweichende Vorschriften gelten. Dies betrifft vor allem Wasserschutzgebiete. Die genauen Regelungen erhalten Sie beim zuständigen Landwirtschaftsamt.
Meine Empfehlung für den Südwesten
Raps:
Raps bevorzugt eine frühzeitige Andüngung mit stabilisierten Düngern wie ALZON® neo-N, raps-power® neo-N oder als Flüssigdünger wie ALZON® flüssig-S 25/6. Durch den Nitrifikationsinhibitor ist die gesamte N-Menge optimal vor Verlusten geschützt und steht der Pflanze vollumfänglich zur Verfügung. Idealerweise wird die gesamte N-Menge in einer Einmalgabe gedüngt.
Getreide:
Eine frühe erste N-Gabe mit stabilisierten Stickstoff- oder Stickstoff-Schwefel-Düngern sorgt für den optimalen Start der Kulturen in die Saison. Durch die ammoniumbetonte Ernährung lassen sich Düngegaben zusammenlegen und die Bestände sind stets optimal mit Stickstoff versorgt.
Organische Düngung:
Wird Gülle zeitig ausgebracht ist die Zugabe von PIADIN® die ideale Lösung. Der enthaltene Stickstoff wird als pflanzenverfügbares Ammonium im Boden gebunden. Somit ist dieser vor Verlagerung und Auswaschung geschützt und steht der Kultur jeder Zeit bedarfsgerecht zur Verfügung.


