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Gesetzliche Grundlagen

Seit Juni 2017 ist die neue Düngeverordnung verabschiedet. In Zukunft wird nichts daran vorbeiführen den Stickstoff noch besser zu nutzen und Stickstoffverluste noch weiter zu reduzieren. Besonders in Kulturen mit hohem Stickstoffbedarf schon vor dem Winter ist eine Herbst-N-Düngung wie bisher nur noch in eingeschränktem Maß möglich.

Die wichtigsten Änderungen der neuen Düngeverordnung:

  • Düngebedarfsermittlung für alle Kulturen auf Grundlage des tatsächlichen Ertragsniveaus im Durchschnitt der letzten drei Jahre nach vorgegebenen Stickstoffbedarfswerten mit Zu- und Abschlägen.
     
  • Reduktion des N-Bilanzüberschusses von derzeit 60 kg N/ha auf 50 kg N/ha ab dem 1. Januar 2018
     
  • Die Stickstoffnachlieferung aus dem Bodenvorrat, aus der Stickstoffbindung von Leguminosen  und der Anwendung von organischen oder organisch-mineralischen  Düngemitteln aus dem Vorjahr ist mit 10 Prozent des ausgebrachten Gesamtstickstoffs anzurechnen.
     
  • Eine Herbstdüngung von nicht mehr als 30 kg/ha Ammonium-N oder 60 kg/ha Gesamt-N  ist nur noch in den Kulturen Winterraps, Wintergerste nach Getreidevorfrucht, Zwischenfrüchten und zu Feldfutter.
     
  • Verkürzung der Sperrfristen von der Ernte der Hauptfrucht bis zum 31. Januar des Folgejahres mit zwei Ausnahmen, zu denen noch gedüngt werden darf: Zu Winterraps, Zwischenfrüchten und Feldfutterbau bei Aussaat bis 15. September. Zu Wintergerste nach Getreide bei Aussaat bis zum 1.Oktober.
     
  • Gesamt N-Düngung aus Wirtschaftsdüngern und Gärresten pflanzlicher Herkunft darf 170 kg/ha*a nicht überschreiten.
     
  • Ab 1. Februar 2020 muss Harnstoff ohne Ureasehemmstoff unverzüglich, spätestens jedoch innerhalb von vier Stunden nach der Ausbringung eingearbeitet werden.
     
  • Kann Harnstoff, wie beispielsweise in Winterungen nicht eingearbeitet werden, muss er mit einem Ureaseinhibitor wie beim Fertigprodukt PIAGRAN® pro oder ALZON® neo-N versehen sein.

Düngebedarfsermittlung:

Bevor Stickstoff gedüngt wird muss anhand der folgenden Tabelle für jede Kultur eine Düngebedarfsermittlung durchgeführt werden.

Kultur Ertragsniveau der letzten 3 Jahre in dt/ha N-Bedarfswert in kg/ha Zu-/Abschlag
Winterraps 40 200 (5 dt) 10/15
Winterweizen A,B 80 230 (10 dt) 10/15
Winterweizen C 80 210 (10 dt) 10/15
Winterweizen E 80 260 (10 dt) 10/15
Wintergerste 70 180 (10 dt) 10/15
Sommergerste 50 140 (10 dt) 10/15
Körnermais 90 200 (10 dt) 10/15
Silomais 450 200 (50 dt) 10/15
Zuckerrübe 650 170 (100 dt) 10/15
Kartoffel 400 180 (50 dt) 10/10

Sperrfristen für die Stickstoffdüngung nach Düngeverordnung

Die Sperrfristen der Düngeverordnung sind einzuhalten. Hierbei sind neben den übergeordneten Sperrfristen auch die spezifischen Regelungen Ihres Bundeslandes einzuhalten.

Die organische Düngung wird durch eine Begrenzung der Herbstdüngung auf maximal 30 kg/ha Ammoniumstickstoff und 60 kg/ha N stark eingeschränkt. Von einer Schweinegülle mit 4,9 Prozent Ammoniumanteil dürften nur noch 6 m³ ausgebracht werden. Eine Ausbringung von unter 10 – 12 m³ Gülle oder Gärrest ist aber nicht zu empfehlen, weil eine genaue Verteilung nicht eingehalten werden kann. Die Ausbringung von weniger als 10 – 12 m³ Gülle oder Gärrest im Herbst ist nicht zu empfehlen, weil die Verteilgenauigkeit nicht eingehalten werden kann.

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