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FAQ’s zur Düngung

In Extremjahren werden mit stabilisierten Stickstoffdüngemitteln die besten Ergebnisse erzielt, weil sowohl unter zu trockenen als auch unter zu nassen Bedingungen die Risiken von Stickstoffverlusten und Verfügbarkeitsprobleme deutlich vermindert werden.

Steht der Stickstoff aus Harnstoff rechtzeitig und ausreichend bereit, wenn der Boden lange Zeit kalt ist?

Die von Beginn an dem Bedarf der Pflanzen entsprechende Stickstoffbereitstellung auch bei einem kombinierten Einsatz von Urease- und Nitrifikationsinhibitoren beruht auf folgenden wissenschaftlich abgesicherten Fakten:

  • Harnstoff wird auch unter kühlen Bedingungen sehr schnell (ein bis maximal vier Tage) zu Ammonium-N umgesetzt.
  • Ein Ureaseinhibitor verlangsamt diese Umsetzung nur innerhalb nur unmittelbar an der Bodenoberfläche. Wenn also trockenes Wetter eine Ausbreitung des Düngers in den Boden vorrübergehend unterbindet, kann der Ureaseinhibitor bis zu zwei Wochen lang lokal wirken und auf diese Weise die Ammoniakemissionen signifikant mindern. Sind die Bedingungen für eine rasche Ausbreitung des leichtlöslichen Harnstoffs in den Wurzelraum hingegen durch leichten Niederschlag oder Taubildung günstig, verliert der Ureaseinhbitor seine Wirkung im Zuge dieses Ausbreitungsprozesses.
  • Wenn der Dünger in den Boden und Wurzelraum eindringt, entsteht sofort in ausreichenden Mengen gut pflanzenverfügbarer Ammoniumstickstoff.
  • Zusätzlich zum bereits vorhandenen Nitrat-Pool im Boden entstehen auch bei Anwendung eines Nitrifikationsinhibitors von Beginn an kleine Mengen Nitrat, da die Nitrifikation nur gehemmt, aber nicht völlig unterbunden wird.
  • Die Pflanze kann sich aus zwei Stickstoffquellen, Ammonium und Nitrat, ernähren.
  • Das Ergebnis einer solchen ammoniumbetonten Pflanzenernährung ist ein höherer Feinwurzelanteil, der eine bessere Nährstoffaufnahme zur Folge hat.
  • Im Gegensatz zu einer Nitraternährung führt eine ammoniumbetonte Ernährung der Bestände nicht zu einem sofortigen starken Farbwechsel von hellerem zu dunklem Grün, da nur so viel Stickstoff aufgenommen wird, wie aktuell wachstumsbedingt notwendig ist.
  • Der Farbumschlag ins Dunkel- oder Blaugrüne bei einer Nitraternährung steht nachweislich in keinem Zusammenhang zum späteren Ertragsergebnis, sie zeigt lediglich eine intensive Aufnahme und Speicherung von Nitrat an. Die mit einer derart üppigen Stickstoffversorgung einhergehende intensive Biomassebildung kann bei späteren Stresswetterlagen (Trockenheit im Frühjahr, Frost im Herbst) u.U. kontraproduktiv sein.
  • Neben der bedarfsgerechten N-Bereitstellung liegen die größten Vorteile der ammoniumbetonten Pflanzenernährung in der Verringerung des Risikos von Nitratverlagerung bzw. Auswaschung und Denitrifikation (N2O, N2)

Kann ALZON® neo-N früher gedüngt werden?

  • Es kann, muss jedoch nicht früher gedüngt werden, denn die Pflanze nimmt nur so viel Ammonium auf, wie das Wachstum aktuell erfordert.
  • Der frühere Düngungstermin wird möglich, da Auswaschungs-, Lachgas- und Stickstoff-Verluste aus meist wassergesättigten Böden effizient gemindert werden können.
  • Die hohe Bodenfeuchte ausgangs Winter zu nutzen, hat den immer größer werdenden Vorteil, dass der Dünger mit Sicherheit vor Beginn der typischen Frühjahrstrockenheit in den Wurzelraum gelangen kann. So werden hervorragende Startbedingungen für das ober- und unterirdische Wachstum erreicht.

Welche N-Verluste treten unter welchen Bedingungen auf?

  • Im Vergleich zu organischen Stickstoffdüngern unterliegen Mineraldünger bei fachgerechter Anwendung nur geringen Verlusten.
  • Unter feuchten Bedingungen überwiegen Verluste aus der Nitratform durch Auswaschung und Denitrifikation. Die Denitrifikationsverluste setzen sich aus klimaschädlichen Lachgasemissionen und Stickstoff-Verlusten zusammen. Kleinere Lachgasmengen können auch während der Nitrifikation freiwerden.
  • Bei der Düngung von Harnstoff und z.T. auch von Ammonium können – vor allem unter warmen und trockenen Bedingungen –Ammoniakemissionen zu Verlusten führen.
  • Mit einer Kombination aus Urease- und Nitrifikationsinhibitoren, können die Risiken von Stickstoffverlusten sowohl unter zu trockenen als auch unter zu nassen Bedingungen wesentlich reduziert werden.

Wie funktionieren Bestandsaufbau und Förderung von Ertragsanlagen mit N-stabilisierten Düngern?

  • Ab 21. März findet der Übergang zu Langtagsbedingungen statt.
  • Da Nitrat eher die Bestockung und Ammonium eher die angelegten Ertragsanlagen fördert, sollte dieser Unterschied bewusst für die Bestandssteuerung genutzt werden.
  • Nitrat fördert unnötig die vegetative Entwicklung unproduktiver Nebentriebe ohne den Ertrag positiv zu beeinflussen. Das kann im späteren Vegetationsverlauf zu Wasserstress führen.
  • Ammoniumbetonte Pflanzenernährung dagegen fördert die Ertragsanlagen in den angelegten wichtigen und ertragsbeeinflussenden Haupttrieben.
  • Das Ergebnis einer N-stabilisierten Düngung sind ausgeglichene Hochertragsbestände, die auch Trockenperioden besser überstehen.

Was ist bei der N-Spätdüngung von Winterweizen zu beachten?

  • Stickstoffdüngung entsprechend Witterung, Ertragserwartung und Produktionsziel anpassen.
  • Stickstoffverwertung sicherstellen – Vorteile stabilisierter Düngung durch vorgezogene Spätdüngung nutzen.
  • Schwefel wird oft nicht in ausreichendem Maße von den Blättern ins Korn umgelagert. Für diesen Prozess ist eine weitgehende Aufspaltung der in den Blättern aufgebauten N- und S-haltigen Verbindungen notwendig. Diese ist vor allem bei sehr guter Stickstoffversorgung teilweise nicht gegeben. Deshalb empfiehlt sich die Anwendung von PIAMON® 33-S zur Spätdüngung, da damit eine größere Sicherheit bei der Rohproteinbildung und bei den Sedimentationswerten erreicht wird.
  • PIASAN® 28 kann zum Ährenschieben nur mit Schleppschläuchen oder Schlepprohren ausgebracht werden.
  • 10 bis 20 kg N/ha in Form von PIASAN® 28 als Zugabe zur Spritzbrühe oder alleinige Spritzung zwischen Ährenschieben und Blüte führt über sofortige Blattaufnahme zu höheren Rohproteinwerten (30 bis 40 l/ha in mindestens 150 l/ha Wasser, Mischungsverhältnis Flüssigdünger zu Wasser von mindestens 1:4 beachten).

Was ist bei der N-Düngung von Hackfrüchten und Mais zu beachten?

  • N-Düngung zu Hackfrüchten und Mais erfolgt mit ALZON® neo-N, ALZON® flüssig oder ALZON® flüssig-S 25/6 in einer Gabe zur Aussaat bzw. zum Legen. Bei Mais entfällt so eine oft schwierige und wenig pflanzenverträgliche Nachdüngung in den bereits aufgelaufenen Bestand. Werden traditionelle Düngemittel angewendet, ist besonders bei hohen N-Mengen in zwei Gaben aufzuteilen.
  • Aus arbeitswirtschaftlichen Gründen und zur Entzerrung von Arbeitsspitzen können ALZON® neo-N, ALZON® flüssig oder ALZON® flüssig-S 25/6 ohne Wirkungsverlust ein bis drei Wochen vor der Bestellung ausgebracht werden, wobei eine leichte Einarbeitung anzustreben ist.
  • Es ist vorteilhaft den Stickstoffdünger leicht einzuarbeiten, wenn der Acker für die Bestellung vorbereitet wird. Damit wird die N-Verfügbarkeit auch bei limitiertem Wasserangebot sichergestellt.
  • In dem meist langen Zeitraum zwischen Stickstoffdüngung und -aufnahme besteht keine Gefahr der Nitratauswaschung, wenn ein Nitrifikationsinhibitor eingesetzt wird, wie es bei der Ausbringung von ALZON® neo-N, ALZON® flüssig oder ALZON® flüssig-S 25/6 gegeben ist.
  • Der Verbleib des stabilisierten Stickstoffs in der Ackerkrume verhindert insbesondere bei Zuckerrüben eine späte erneute Blattbildung, da kein Nitrat in den unteren Bodenhorizont verlagert wird, der von den Wurzeln erst im Spätsommer erreicht wird.
  • Die Düngung mit ALZON® neo-N, ALZON® flüssig oder ALZON® flüssig-S 25/6 verbessert auch die Qualität: Bei Kartoffeln sinkt der Nitrat- und steigt der Stärkegehalt, bei Zuckerrüben werden deutlich geringere Alpha-Amino-N-Gehalte festgestellt.
  • Beachtet man die Standortverhältnisse kann bei ALZON®-Anwendung der N-Aufwand bei gleichen Erträgen um zehn bis maximal 20 Prozent gesenkt werden.

Empfehlung zur teilflächenspezifischen N-Düngung mit ALZON®: Was ist bei Raps zu beachten?

  • Die Vorwinterentwicklung des Pflanzenwachstums sollte mit dem Sensor erfasst werden, um den Düngebedarf im Frühjahr besser abschätzen zu können.
  • Die teilflächenspezifische Stickstoffmenge wird auf Basis des sogenannten Herbstscans und weiterer verfügbarer digitaler Daten (Bodenkarten, Höhenprofil, Nährstoffversorgung usw.) und des errechneten Stickstoffbedarfes nach Düngeverordnung berechnet.
  • Die Düngung kann mit stabilisierten Düngemitteln im Raps in einer Ein-Gabenstrategie mit ALZON® neo-N, ALZON® flüssig oder ALZON® flüssig-S 25/6 erfolgen.
  • Die Stickstoffdüngung sollte möglichst früh erfolgen, damit der Dünger sich durch ausreichende Bodenfeuchte löst und pflanzenverfügbar wird.

Ertrags- und Erlösdifferenz stabilisierter Stickstoffdüngung zu konventioneller Düngung bei teilflächenspezifischer Applikation im Winterraps, Mittelwert 2015 – 2017 (n = 25)

Empfehlung zur teilflächenspezifischen N-Düngung mit ALZON®: Was ist bei Wintergetreide zu beachten?

  • Bei der Düngung von Wintergetreide ist eine Zwei-Gabenstrategie mit stabilisierten Düngemitteln notwendig, wenn der gesamte Stickstoffbedarf über 160 kg/ha liegt.
  • Bei einer traditionellen Stickstoffdüngung sind drei Düngegaben notwendig.
  • Die Startgabe sollte zwischen 80 und 120 kg/ha (stabilisierte Stickstoffdünger) oder 20 bis 60 kg N/ha (traditioneller Stickstoffdünger) liegen
  • Schossergabe teilflächenspezifisch: Der Termin der stabilisierten Gabe ist unter Ausnutzung feuchter Witterung variabel zwischen BBCH 32 und BBCH 37 vorzunehmen
  • Die mittlere Aufwandmenge sollte bei 80 kg N/ha ausgerichtet werden, entscheidend sind das Ertragsziel und die Wirtschaftlichkeit.
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