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Nur flexible Einsatzstrategien erlauben eine Anpassung an extreme Witterungsverläufe.

Ein Ureaseinhibitor mindert die Aktivität des Enzyms Urease und verzögert dadurch die Hydrolyse des Harnstoffs. Solange der Harnstoff nach Auflösung der Granalie noch an der Bodenoberfläche verbleibt, kann auf diese Weise die ansonsten rasche Umwandlung zu Ammonium reguliert werden. Somit wird das Risiko von Ammoniakverlusten nahezu ausgeschaltet. Der hochlösliche Harnstoff kann während dieser Phase selbst minimale Wasserangebote – zum Beispiel Taubildung oder Nieselregen – effizient ausnutzen, um in den Boden einzudringen. Insbesondere bei trocken-warmer Witterung werden bei Einsatz eines Ureaseinhibitors deutliche Vorteile hinsichtlich der Stickstoffeffizienz erreicht. Bei kühler Witterung sorgt ein Ureaseinhibitor für die optimale Verteilung des Düngers im Wurzelraum.

Sobald der Harnstoff in den Wurzelraum eingedrungen ist, verliert ein Ureaseinhibitor seine Wirkung, und der Dünger-Stickstoff wird in kürzester Zeit in pflanzenverfügbares Ammonium umgesetzt. Nun kommt der Nitrifikationsinhibitor zur Wirkung. Er verlangsamt in Abhängigkeit von Standort und Temperatur die Umwandlung des Ammoniums in hochmobiles Nitrat um den zwei- bis vierfachen Zeitfaktor. Dadurch wird eine Überschwemmung der Bodenlösung mit auswaschungsgefährdetem Stickstoff vermieden. Die auch hier von Beginn an freigesetzten, jedoch deutlich geringeren Nitrat-Mengen sowie das erhöhte Ammo­nium-Angebot ermöglichen den Kulturen eine bedarfsgerechte N-Versorgung mit Vorteilen für Wurzelentwicklung und Mikronährstoff-Angebot und ohne Gefahr des Überwachsens.

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