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Zeitige Schwefelversorgung im Getreide absichern

Schwefelbedarf im Auge behalten

Durch die Dürre 2018 und die geringen Winterniederschläge sind die Nmin-Werte besonders auf einigen Standorten im Osten der Republik überdurchschnittlich hoch, während die Gehalte an pflanzenverfügbarem Schwefel (Smin) besonders in der oberen Bodenschicht (0 bis 30 Zentimeter) häufig auf einem niedrigen Niveau liegen. Dies ist insofern relevant, als für die Stickstoffausnutzung eine adäquate Schwefelversorgung unerlässlich ist. Grundsätzlich besteht in Abhängigkeit vom Gehalt an organischer Substanz des Bodens zwar durchaus ein Schwefel-Nachlieferungspotenzial (Mineralisierung), im noch kühlen Boden reicht dieses aber oft nicht für eine adäquate Pflanzenversorgung aus.

Während es sich im Raps als Standardmaßnahme durchgesetzt hat, die volle Schwefelmenge gleich zu Vegetationsbeginn abzusichern, verbindet man eine Schwefeldüngung im Getreide häufig mit einer späteren Qualitätsgabe. Zur Absicherung der Backeigenschaften von Qualitätsweizen muss in der Kornfüllungsphase ausreichend Schwefel zur Verfügung stehen, weswegen eine Schwefel-Spätdüngung in vielen Fällen auch durchaus angebracht ist – im Umkehrschluss darf man jedoch nicht folgern, dass die Schwefelversorgung zu Vegetationsbeginn vernachlässigt werden darf. Denn eine hohe Stickstoffversorgung, sei es nun aus der Düngung oder aus den aktuell gebietsweise hohen Nmin-Werten, kann nur von den Pflanzen genutzt werden, wenn die Schwefelversorgung passt.

Als Faustzahl lässt sich merken, dass für die Verwertung von zehn bis 15 Kilogramm Stickstoff je Hektar jeweils ein Kilogramm Schwefel benötigt wird. Schwefel ist essentieller Bestandteil von Aminosäuren (Methionin, Cystein), welche ihrerseits Grundbausteine von Eiweißen sind. Eiweiße – das sind nicht nur Zellmembranen, sondern auch Enzyme, die zahllose Stoffwechselwege katalysieren, sodass ein Schwefeldefizit oft auch andere Stoffwechselprozesse inhibiert.

Ein Beispiel: Schwefel ist Bestandteil des pflanzlichen Enzyms Nitratreduktase, das in den Blättern die Umwandlung von Nitrat- in Ammoniumstickstoff vollzieht. Erst das Ammonium kann dann in Aminosäuren und schließlich in pflanzliches Eiweiß umgesetzt werden. Leidet die Pflanze im Frühjahr unter Schwefelmangel, dann kann zum Beispiel der Nmin-Stickstoff nicht in pflanzeneigenes Eiweiß umgewandelt werden und das Pflanzenwachstum stockt. Häufig weisen die Pflanzen dann Blattaufhellungen auf, die Stickstoffmangel vermuten lassen, obwohl die Stickstoffgehalte im Blatt hoch sind. In diesem Falle kommt es zu einer Nitratanreicherung in den Vakuolen, einer erhöhten Anfälligkeit gegenüber Krankheiten und Schädlingen sowie später zu einer erhöhten Lagerneigung.

Auch oxidativer Stress (freie Sauerstoffradikale) kann den Pflanzen bei Schwefelmangel zu schaffen machen. Oxidativer Stress entsteht zum Beispiel bei einer Überlastung des photosynthetischen Apparates durch zu hohe Sonneneinstrahlung. Die dadurch entstehenden Sauerstoffradikale schädigen Zellmembranen und stören den pflanzlichen Stoffwechsel deswegen nachhaltig. Aber auch Herbizide können oxidativen Stress verursachen. Sie greifen im pflanzlichen Stoffwechsel an unterschiedlichen Stellen an, so zum Beispiel in der Aminosäurebildung oder der Photosynthese, was häufig mit einer gesteigerten Bildung von Sauerstoffradikalen einhergeht. Eine gute Schwefelversorgung kann oxidativen Stress deutlich vermindern oder gar vermeiden. Daneben ist Schwefel über Glutathion auch direkt an der Detoxifizierung von Herbiziden beteiligt. Vor dem Hintergrund der aktuell wieder anstehenden Frühjahrsapplikationen von Herbiziden im Getreide ist also die Sicherung einer guten Schwefelversorgung von unbedingter Relevanz.

Die Absicherung der Schwefelversorgung sollte in Kombination mit der Stickstoffdüngung in einem Aufwasch erfolgen. Die Schwefeldünger PIAMON® 33-S, ALZON® flüssig-S 25/6 konnten in den letzten Jahren wiederholt ihren Mehrnutzen unter Beweis stellen. Soll im Getreide stabilisierter Stickstoff in Kombination mit Schwefel ausgebracht werden, so eignet sich besonders die Mischung getreide-power® neo dazu.

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