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Zählt ein Landwirt heute nichts mehr?

Schlagen wir morgens die Zeitung auf, machen wir abends den Fernseher an oder treffen wir bei der Feldrundfahrt auf Spaziergänger –  die Meinung über unsere Arbeit ist meist dieselbe. Doch schauen wir ins Ausland, wird besonders unser landwirtschaftliches Wissen hoch angesehen. Und das hat seine Gründe.

In der Welt wird die deutsche Landwirtschaft in erster Linie mit hohen Standards und besten Qualitäten verbunden. Kein Wunder also, dass deutsche Produkte besonders im Export hochwertiger Nahrungsmittel gefragt sind. Doch dieses Ansehen fällt einem kleinen Land wie Deutschland nicht einfach zu. Die deutsche Landwirtschaft hat sich diese Position mit Innovationskraft und nachhaltigen Lösungen über Jahrzehnte erworben und ist heute in der Weltagrarbranche fest verankert.

Streben nach Effizienz und Qualität

Im Jahr 1950 ernährte ein Landwirt noch zehn Personen, heute sind es 155. Die Bewirtschaftung der Flächen diente größtenteils dem eigenen Bedarf. Heute werden in Deutschland 16,8 Millionen Hektar landwirtschaftliche Fläche bewirtschaftet. Noch nie war die Bewirtschaftung so effizient wie heute. Mit zunehmender Entwicklung der Weltwirtschaft verändert sich die Eigenbedarfsproduktion immer mehr in Richtung Spezialisierung der Betriebe und Produktion für den Weltmarkt. Trotzdem sind auch heute noch 90 Prozent der landwirtschaftlichen Betriebe, Familienbetriebe. Und obwohl oder gerade weil diese Betriebe für den Weltmarkt produzieren, ist das Bestreben nach qualitativ hochwertiger Ware dasselbe wie vor 70 Jahren.

Fortschritt großgeschrieben

Mit 40 Prozent Anteil an der landwirtschaftlichen Nutzfläche gehört Getreide zu den favorisierten Ackerfrüchten der deutschen Bauern. Dies liegt nicht nur am hohen Brotkonsum der deutschen Bevölkerung. Über die Hälfte der Getreideernte wird als Tierfutter genutzt. Beim Weinbau stammt ein Drittel der europäischen Produktion aus den kleinen Anbauregionen Deutschlands. Nachwachsende Rohstoffe zur Erzeugung von Energie zeigen mit 16 Prozent einen bemerkenswerten Anteil in der deutschen Landwirtschaft. In der EU stehen wir damit auf Platz drei. Lebensmittel kosten, gemessen am mittleren Einkommen, in Deutschland derzeit so wenig wie noch nie. Ein Großteil der erheblichen EU-Agrarförderung fließt letztendlich in die Stützung der niedrigen Lebensmittelpreise.

Den Stolz nicht verlieren

Durch technischen und wissenschaftlichen Fortschritt, die sich auch in der Landwirtschaft rasant entwickelt haben, kam es zu gravierenden und teils sprunghaften Veränderungen der landwirtschaftlichen Berufs- und Arbeitsprofile.  Sprünge, die nicht jeder Landwirt ohne weiteres meistern konnte. Besonders kleine Betriebe stehen noch immer vor der Frage: wachsen oder weichen? Trotzdem gibt es Hoffnung. Das Interesse an grünen Berufen nimmt zu. Landwirtschaftliche Fachkräfte sind besonders im Ausland stark gefragt. All dies sind Tatsachen, die von der deutschen Bevölkerung nur im geringen Maße wahrgenommen werden. Um dies zu ändern, müssen wir den anderen Anforderungen der Gesellschaft, nämlich ungeachtet hoher Produktionsintensität eine vielfältige und artenreiche Agrarlandschaft mit all ihren ökonomischen und ökologischen Funktionen zu erhalten, stärker Rechnung tragen.

Dies wird nur über zusätzliche ökologische Leistungen der Landwirtschaft gelingen, die gemeinsam von Landwirten, Natur- und Ressourcenschützern festgelegt und vor allem angemessene vergütet werden müssen. Ein Landwirt der immer produktiver arbeitet, aber immer weniger verdient, kann und darf nicht die Zukunft sein.

Viele Beispiele zeigen, dass ein solcher Weg möglich ist. Verlieren wir Landwirte also nicht unseren Optimismus und Stolz. Wir wollen und können zeigen, wie entscheidend unsere Arbeit als Produzenten von Nahrung, Futter und Rohstoffen, aber auch als verantwortungsbewusste Verwalter und Gestalter unserer Agrarlandschaften wirklich ist.


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