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Wetter und Witterung – die große Herausforderung 2019

Das Frühjahr 2019 ließ sich in vielen Regionen als fast normal einschätzen, jedoch steckte in nahezu ganz Deutschland noch die Trockenheit des Extremjahres 2018 in den Böden. Die nutzbare Feldkapazität (nFk) in 0 bis 60 cm Bodentiefe erreichte schon zu Vegetationsbeginn vielerorts keine 50 Prozent. Niederschlagsarme Phasen im April und Mai verschärften dann die problematische Ausgangssituation. Lediglich Anfang Mai schafften niedrige Temperaturen, gepaart mit verbreiteten Regenfällen noch etwas günstigere Bedingungen in der Schossphase des Getreides. Spätestens in der Kornfüllungsphase gerieten die Weizenbestände bei einer nFk von vielerorts nur noch 20 Prozent in Stressbedingungen, die zwangsläufig zu Ertragseinbußen führen mussten. So führte in vielen Regionen im nördlichen und östlichen Deutschland das zweite Trockenjahr in Folge erneut zu einer schlechten Ernte mit Erträgen und Stickstoffentzügen, die einmal mehr deutlich unter dem langjährigen Mittel lagen.

Mehr Ertragssicherheit mit stabilisierten Düngesysteme

Die Weizenbestände hielten in den von Trockenheit betroffenen Gebieten je nach Bodenbonität noch bis Anfang/Mitte Juni durch. Die anschließende Kornfüllungsphase war schon durch Wassermangel beeinträchtigt. Der Kornertrag am Standort Cunnersdorf (BZ 50, Lehm) lag mit 80 dt/ha um 30 dt/ha nahezu 30 Prozent unter dem langjährigen Durchschnittsertrag. ALZON® neo-N zeigte bei üblicher zweigeteilter N-Gabe im Mittel aus neun Versuchen im Vergleich zu Harnstoff (3 Teilgaben) beachtliche Mehrerträge von durchschnittlich 5,6 Prozent bei zusätzlich etwas höheren Rohproteingehalten. Die Mehrerträge waren bei einer Düngung vor Vegetationsbeginn am höchsten.

Erfolgreich auf verschiedenen Standorten

Beispielhaft wird das große Potenzial N-stabilisierter Systeme im Cunnersdorfer Winterweizen-Versuch sichtbar (Abb. 1), in dem mit zusammengefassten Gaben von ALZON® neo-N im Mittel Mehrerträge zwischen 3,8 und 6,5 dt/ha und eine Steigerung der Rohprotein-Gehalte von 13,8 auf 14,2 Prozent generiert werden konnten.

Vergleichbare Erfolge wurden auf ganz verschiedenen Standorten erzielt. Eine biostatistische Serienauswertung, in die insgesamt 17 Versuche aus sechs Standorten einbezogen wurden, erbrachte für die Kultur Winterweizen eine um 4,3 Prozent höhere N-Aufnahme für die stabilisierten Düngesysteme mit ALZON® neo-N im Vergleich zur traditionellen Harnstoff-Anwendung (Abb. 2).

Frühe Startgaben ohne Risiko –  auch in Frost-Tau-Perioden

Die gemäß DüV zulässige Applikation von 60 kg N/ha als ALZON® neo-N auf gefrorenem Boden, der tagsüber auftaut, wurde ebenfalls geprüft. Varianten mit diesem Düngungstermin zeigten eine vergleichbar gute Wirksamkeit wie das etwas vor bzw. zu Vegetationsbeginn ausgebrachte ALZON® neo-N. Unter den genannten Frost-Auftau-Bedingungen empfiehlt sich in jedem Falle eine N-stabilisierte Düngung, um dem Risiko von Lachgas, Nitrat- und N2-Verlusten wirksam zu begegnen. Die zu düngende Rest-N-Menge kann dann in einer Einmalgabe zur Schossphase (ab BBCH 32) ausgebracht werden. Auch hier wurden unter den spezifischen Bedingungen des Jahres 2019 Mehrerträge gegenüber einer konventionellen Harnstoff-Düngung mit späten N-Gaben Ende Mai festgestellt. Diese konnten im speziellen Einzelfall sogar rund 10 Prozent betragen.

Mehr Flexibilität für die Schossergabe

Es lässt sich auch feststellen und folglich empfehlen, dass die abschließende 2. N-Gabe mit stabilisiertem Dünger ab BBCH 32 ausgebracht werden kann, ohne dass es negative Einflüsse auf den Rohproteingehalt gibt. Sie kann bis zum BBCH 37 erfolgen, sollte sich aber stark am Wettergeschehen und der Bodenfeuchte orientieren. Zeichnet sich beispielsweise bei immer noch feuchtem Boden eine Trockenphase ab, sollte unbedingt schon im BBCH 32 gedüngt werden. Ist es schon zu diesem Zeitpunkt trocken, kann andererseits auch abgewartet werden, um ab Mitte Schossen auf eine eventuell einsetzende feuchte Witterung reagieren zu können. Sollte es bis Ende Schossen trocken bleiben, sollte die noch auszubringende Düngermenge dringend an nach unten korrigierte Ertragserwartungen angepasst werden. Für Regenperioden ab Ende Schossen/Ährenschieben empfiehlt sich zum Abschluss der Düngungsmaßnahmen zu Winterweizen dann auch im N-stabilisierten System unser Protein-Booster PIAGRAN® pro oder ein anderes traditionelles Produkt. 

Zusammenfassend kann festgestellt werden, dass sich unter den schwierigen Witterungsbedingungen des Jahres 2019 N-stabilisierte Düngungssysteme im Winterweizen erneut bewährt haben.


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