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Was hat das Düngejahr 2020 gebracht?

Die Erträge 2020 waren sehr heterogen. Es wurden Erträge zwischen 20 Doppelzentnern Roggen pro Hektar und 128 Doppelzentnern Weizen pro Hektar gemeldet. Im Unterschied zu 2019 waren die Erträge vor allem im Süden zufriedenstellend, während die Erträge im Norden unter dem Eindruck von Spätfrösten und Trockenheit oft unterdurchschnittlich ausfielen.

Aussaat unter dem Eindruck des Dürresommers 2019

Die Ausgangssituation für 2020 war über weite Teile der Bundesrepublik vom Dürresommer 2019 geprägt. Daraus gingen nicht nur tiefgründig ausgetrocknete Böden hervor, sondern auch Böden, die aufgrund von Bodentemperaturen von über 60 Grad Celsius in ihrem Gefüge und Bodenleben mitunter stark geschädigt waren. Die Wasserführung der Böden war gestört. Insbesondere auf sandigen Flächen war kein Krümelgefüge mehr vorhanden, sodass die Technik bei der Aussaat immer wieder zu tief einsank.

Landunter im Norden und Trockenheit im Süden

Im Norden setzte Ende September 2019 Regen ein, der praktisch bis in den März angehalten und das Niederschlagsdefizit aus 2018 nahezu ausgeglichen hat. Auf den schweren Standorten wurde nur sehr wenig oder gar kein Wintergetreide ausgesät. Die Bestände, welche trotzdem gesät wurden, haben über Wochen unter Staunässe gelitten und wurden in einigen Fällen aufgrund dessen umgebrochen.

In anderen Teilen der Bundesrepublik wurde das Niederschlagsdefizit über die Wintermonate nicht ausgeglichen. Trotzdem gilt der Februar als einer der nassesten seit Beginn der Wetteraufzeichnungen.

Düngetermine erst zu Vegetationsbeginn

Aufgrund der vorherrschenden Bedingungen und oft nicht gegebener Befahrbarkeit war eine Düngung mit schwerem Gerät erst ab der zweiten Märzhälfte möglich. Versuchsergebnisse sollten später zeigen, dass die ganz frühen Termine bei recht hoher nutzbarer Feldkapazität in Verbindung mit stabilisierten Stickstoffdüngemitteln von Vorteil waren. Nachdem es im März abgetrocknet war, ist im April und Mai kaum Regen gefallen. Die gefallenen Mengen blieben in manchen Gebieten im einstelligen Millimeterbereich. In diese Zeit fiel im Norden auch die Bestellung vieler Sommerungen. Hier hat sich deutlich gezeigt, dass die Düngung vor der Saat erheblich effizienter war, als eine Düngung nach dem Auflaufen.

Teelöffeldüngung mit AHL, Bittersalz und Spurennährstoffdüngern

Gängige Praxis war es, während dieser Frühjahrstrockenheit große Anstrengungen zu unternehmen und das Getreide vital zu halten. Praktiker berichten, dass vor allem Weizen zu Schossbeginn mit Gaben von 20 bis 30 Litern AHL pro Hektar, Bittersalz und Spurennährstoffdüngern quasi am Leben erhalten werden mussten. Erst in der zweiten Maihälfte kam es zu den dringend benötigten Niederschlagsereignissen, die dann auch umgehend zur Düngung genutzt wurden. Häufig wurden diese Düngefenster schon zur abschließenden Düngung genutzt und die zweite und dritte Gabe dementsprechend zusammengefasst.

Wintergerste und Winterroggen von Eisheiligen gezeichnet

Das Tief Britta brachte an den Eisheiligen kalte Polarluft von Nordwesten über Deutschland. Die Temperaturen sind innerhalb weniger Stunden stark gefallen – im Harz fiel sogar Schnee. Dabei haben Wintergerste und Winterroggen im Nordwesten großen Schaden genommen. Diese Frostschäden hatten zur Folge, dass sehr viele Bestände zu Ganzpflanzensilage verarbeitet wurden, um die Grundfutterlücken des Vorjahrs auszugleichen.


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